20.11.17

5 Fragen zu "Merlin" von Stefan Feld und Michael Rieneck

 

Hallo Herr Feld, vor kurzem ist das Spiel "Merlin" über den Verlag "Queen Games" erschienen. Fangen wir mal von Anfang an...

 

1) Wann entstand die Grundidee zum Mechanismus?

 

Die Idee zum Mechanismus und zum Spiel überhaupt liegt ca. 4-5 Jahre zurück, wobei sich die Idee mit dem Würfelrondell auch erst Schrittweise entwickelt hat. Anfangs haben wir noch mit anderen Aktionsauswahlmechanismen gearbeitet.

 

2) Wie kam es zu der Zusammenarbeit mit dem Entwickler Michael Rieneck

 

Michael bekam von einem Verlag den Auftrag, ein bestimmtes Buch zu „verspielen“ und es gelang ihm nicht richtig. Also trat der Verlag mit derselben Aufgabe an mich heran und es gelang mir auch nicht ;o) Also beschlossen wir es, zusammen zu versuchen. Das Spiel nahm langsam Formen an, war dem Verlag aber dann zu komplex. Also boten wir es anderen Verlagen an und "Queen Games" bekam den Zuschlag.

 

3) Wie hat sich die Kooperation gestaltet? Welche Kommunikationswege wurden benutzt und wie oft hat man sich ausgetauscht? Wurden die Aufgaben evtl. aufgeteilt?

 

Wir haben auf drei verschiedenen Ebenen gemeinsam gearbeitet. Viele Gespräche liefen über das Telefon. Dort wurden Ideen entwickelt, diskutiert und verworfen. Dinge, die dann direkt mit dem Erstellen der Prototypen zu tun hatten, bewerkstelligten wir über Email bzw. eine Cloud. Die Testphasen und das Finetuning erfolgten dann jeweils in unseren Testgruppen bzw. wir trafen uns bei großen Spieletreffen, bei denen wir direkt zusammen das weiter voran brachten. Eine Aufgabenverteilung gab es nicht. Wir arbeiteten mit unseren Ideen eher im "Ping-Pong-System".

 

4) Wie würden Sie das Spiel mit drei Wörtern beschreiben?

 

Würfel-Rondell-Taktik-Spiel (Uups das sind 4 ;o)

 

5) Wir haben "Merlin" bereits einige Male gespielt und Ihre Handschrift ist sicherlich erkennbar. Können Sie einmal sagen, was aus Ihrer Sicht das typische „FELD-Gefühl“ bei "Merlin" entstehen lässt?

 

Ich denke, dass der zentrale Aktionsauswahlmechanismus gekoppelt mit zu "wenig" Aktionen und vielen Siegpunkte meine Handschrift etwas erkennen lässt. Nicht zu vergessen die Verräter ;o)

 

Vielen Dank für das Interview!