27.03.18

5 Fragen zu "Der Krieg der Knöpfe" von Andreas Steding

 

Hallo Herr Steding, schön, dass Sie uns einige Fragen zu "Der Krieg der Knöpfe" beantworten möchten.

 

1) Zuallererst fällt einem der ausgefallene Titel auf. Um was geht es in diesem Spiel und wie ist es thematisch eingebettet?

 

 Das Spiel "Krieg der Knöpfe" ist entstanden, weil ich vor einigen Jahren das Buch "Krieg der Knöpfe" von Louis Pergaud erneut gelesen habe. Es ist ein wundervolles französisches Jugendbuch, das Erlebnisse aus der Jugend des Autors aufnimmt. Die Kinder zweier Dörfer bekriegen sich seit Generationen. Zum 100jährigen Jahrestag des Buches 2012 sind zwar zwei Filme in Frankreich erschienen, aber kein Spiel, dabei schreit das Buch nach einer spielerischen Umsetzung. Diesen Ruf habe ich gehört und versuchte ihm zu folgen.

 

2) Wie würden Sie "Krieg der Knöpfe" vom Schwierigkeitslevel her einstufen und warum?

 

"Krieg der Knöpfe" ist kein Strategiespiel, aber auch kein einfaches Familienspiel. Ich hoffe es ist so dazwischen, damit sowohl der Strategiespieler damit nicht ganz unzufrieden ist, aber auch Gelegenheitsspieler sich nicht überfordert fühlen.

 

3) Ist dies Ihr erstes Spiel beim Verlag "ADC Blackfire"? Wenn ja, wie ist der Kontakt entstanden und was waren die Anfänge dieses Projekts?

 

Der Kontakt lief über Uli Blennemann, der ja auch für "ADC Blackfire" arbeitet. Uli hat auch schon andere Spiele von mir bei "Phalanx" betreut. Der Verlag war mir zwar unbekannt, aber wie so vieles ist der persönliche Kontakt entscheidend. Ich hatte das Spiel auf dem Autorentreffen in Göttingen vorgestellt und Uli war gleich vom Thema und der spielerischen Umsetzung angetan, von da an ging das Spiel den üblichen, langwierigen Weg von testen, verbessern, Graphik auswählen usw.

 

4) Ihr letztes Spiel ist schon einige Jahre her, umso mehr freut man sich auf Ihr bald erscheinendes Produkt. Haben Sie in den letzten Jahren eine kreative Pause eingelegt?

 

Pause, ja, wenn man so will. Für mich ist Spiele erfinden "nur" ein Hobby und wie bei vielen Hobbies hat man intensivere und wenig intensivere Zeiten. Ob die Pause kreativ war, wird man sehen. Auf jeden Fall wird demnächst ein weiteres Spiel von mir erscheinen.

 

5) Was macht das Spiel aus Ihrer Sicht so besonders und welche Erwartungen können damit erfüllt werden?

 

Das Besondere ist die Nacherzählung eines Buches. Mit doch relativ einfachen Regeln kann das Gefühl des Buches auch beim Spiel erweckt werden. Erwartungen sind immer schlecht, da normalerweise Erwartungen enttäuscht werden. Ich kann sagen, was ich mir wünsche und was ich auch schon bei einigen Runden erlebt habe, die "Krieg der Knöpfe" spielten; das anschließend nach dem Spiel nicht sofort das nächste Spiel auf den Tisch kommt, sondern die Spieler sich über eigene, ähnliche Jugenderlebnisse austauschen oder über ihre Erinnerungen an das Buch von Louis Pernaud oder den in Deutschland recht bekannten schwarz-weiß Film aus dem Jahr 1962.

 

Vielen Dank für das Interview!