01.07.16

5 Fragen zu "Das Orakel von Delphi" von Stefan Feld

 

Hallo Herr Feld! Schön, dass Sie uns zu Ihrem bald erscheinenden Spiel "Das Orakel von Delphi" Rede und Antwort stehen.

 

1. Ihr neues Brettspiel heißt also „Das Orakel von Delphi“. Könnten Sie kurz das Spiel beschreiben? Wer wird viel Spaß an dem Spiel haben und wer nicht so?

 

Wie der Name schon vermuten lässt, spielt das Spiel im antiken Griechenland. Zeus hat 12 Aufgaben gestellt, deren Erfüllung zu Ruhm und Ansehen führt. Die Spieler/innen schlüpfen in die Rolle mächtiger Helden, die Kreaturen bekämpfen, verborgene Inseln entdecken und Opfergaben liefern müssen. Dabei bekommen sie Unterstützung von hilfreichen Begleitern, können aber auch im Kampf gegen den Titan schwere Wunden einstecken. Motor des Spieles sind Farbwürfel, die mögliche Aktionen vorgeben und die bestmöglich für das eigene Tun eingesetzt werden müssen. (Anmerkung: Alle Farben sind auch mit Symbolen markiert, so das auch farbschwache Spieler/innen keinen Nachteil haben)

 

2. Können Sie uns Einblicke in die Entwicklungszeit geben? Wie lange haben Sie an dem Spiel gearbeitet? Was fiel Ihnen schwer bei der Entwicklung? Wie ist die Grundidee entstanden?

 

Die Entwicklungszeit liegt bei ca. 2,5 Jahren. Diesmal kam ich tatsächlich vom Thema her. Das antike Griechenland hat mich immer schon fasziniert. Und da ich was mit einem modularen Board machen wollte, bot sich die Ägäis gut an. Schwierig war dieses Mal besonders das Feintuning bzw. Balancing. Hier haben Ralph Bruhn und ich viele, viele Stunden verbracht.

 

3. Es ist ja bekannt, dass Sie Ihre Prototypen gerne mit Ihrer Frau testen. War sie von den ersten Testspielen begeistert oder doch gelangweilt ;)? Und haben Sie dann evtl. nachjustiert?

 

Orakel war eines der Spiele, die sie von Anfang an gerne mittestete. Allerdings hat das Spiel nicht wenige Metamorphosen hinter sich, was nicht zuletzt an ihrem beständigen Input lag. Vor allem einige Frustelemente sind durch ihr Zutun entfernt worden. Die Spielergemeinde wird es ihr sicher danken ;o)

4. Wer hat alles konkret an "Das Orakel von Delphi" mitgearbeitet? Und haben Sie sich die Personen selbst ausgesucht, mit denen Sie gearbeitet haben oder war es eher Zufall?

 

Es ist für mich unmöglich zu sagen, wer alles mitgearbeitet hat. Meistens ist es aber so, dass ich neben der Familie bei den Offenburger-Spiele-Freunden einen festen Stamm an Testrunden habe, die das Spiel dann auch häufiger auf den Tisch bekommen. Das ist für mich wichtig, um den Prozess des Entwickelns in derselben Runde mit zu erleben. Ralph, der dann ja ebenso viel testet, geht darüber hinaus auch auf Spieletage und Messen um dort ein Feedback zu   erhalten.

 

    5. In welcher Form hebt sich Ihr bald erscheinendes Spiel von Ihren bisherigen Spielen ab? Oder ist es sogar mit einem älteren Feld-Spiel vergleichbar?

 

Alles in allem wird man "den Feld" wiedererkennen, aber einige Dinge sind dann doch ganz anders. Zum einen gibt KEINE Siegpunkte, sondern es ist eher ein Wettlauf um die Erfüllung der Aufgaben. Zum anderen sind dieses Mal mehr thematische Elemente eingeflossen. Man könnte sagen, es handelt sich um „Euro-Game“ trifft „Amitrash“.

 

Danke für die Infos über das Spiel und ich bin schon auf die Veröffentlichung gespannt!

 

Vielen Dank !