04.11.2020

Fakten

 

Autoren: Jordy Adan

Spieleranzahl: 1-100 Spieler

Spieltyp: Kennerspiel

Spieldauer: ca. 30-45 Minuten

Alter: ab 10

Erscheinungsjahr: 2019

Preis: UVP 19,95 Euro

Verlag: Pegasus Spiele

Spielbeschreibung 

 

Die nördlichen Reiche sollen endlich urbar gemacht und dem Königreich Nalos angeschlossen werden. Im Auftrag ihrer Majestät Königin Gimnax sollen die Spieler das Land kartieren. Doch auch die Dragul erheben Anspruch darauf. Die Kartographen müssen kluge Grenzen ziehen, um sich zu behaupten und dabei die begehrtesten Ländereien entdecken.

Der Kartograph ist ein Flip & Write-Spiel aus dem Roll Player-Universum. Bis zu 100 Spieler können hier darum konkurrieren, die besten Ländereien zu kartographieren. Schnell macht dabei ein clever eingezeichneter Dragul dem Mitspieler einen Strich durch die Rechnung.

(Quelle:  Pegasus Spiele)

 



Spielbeschreibung

 

"Der Kartograph" wurde zum "Kennerspiel 2020" nominiert, konnte den Preis jedoch nicht gewinnen. Der Entwickler Jordy Adan hat bereits ein Spiel zeitlich vor "Der Kartograph" veröffentlichen können, und zwar "Rolling Ranch" (2019). Des Weiteren siedelt "Der Kartograph" im Universum des Spiels "Roll Player" an, das ebenfalls beim Verlag "Pegasus Spiele" erschienen ist.

 


Spielmaterialien

 

"Der Kartograph" basiert auf Karten, Stiften und Schreibblöcken. Das Regelwerk ist gut strukturiert und umfasst wenige Seiten. Dennoch mussten die TesterInnen bei speziellen Fragen im Forum von "Boardgamegeek" nachschlagen. Zudem sind die Karten von einer sehr guten Qualität und auch die Schreibblöcke lassen keine Wünsche übrig.  Die mitgelieferten Bleistifte sind ebenso nicht von "schlechten Eltern", es hätten jedoch ruhig einige Stifte mehr sein können. In den Testrunden wurden dann auch bunte Stifte herangezogen, was auch eine Empfehlung wäre, da man sonst den Überblick über die eigenen Skizzen verlieren könnte.

 


Illustrationen

 

Die Karten wurden ansprechend illustriert und passen gut in dieses Fantasysetting. Auch der Schreibblock wurde stimmig gestaltet und die SpielerInnen haben die Möglichkeit, selbst ein Wappen anzufertigen bzw. aufzumalen und der zu entdeckenden Provinz einen individuellen Namen zu geben. Ansonsten liegt es bei den SpielerInnen selbst, wie schön sie die Symbole auf das Blatt bringen ;).

 


Spielmechanik

 

Das Spiel wurde zwar von der Jury "Spiel des Jahres" als "Kennerspiel" eingestuft, die TesterInnen würden es aber ganz klar als "Familienspiel" klassifizieren. Der Einstieg in das Spiel ist recht einfach und sehr "smooth", wobei die Regeln zügig zu erklären sind.

"Der Kartograph" basiert auf 4 Runden und in jeder Runde treten andere Siegpunktbedingungen ein. Es werden stets Karten aufgedeckt, die Symbole aufzeigen und die man dann auf seinem Schreibblock aufzeichnet. Zudem bietet das Spiel auch Interaktion, da die Blöcke bei bestimmten Karten an die TischnachbarInnen weitergegeben werden, die wiederum Hindernisse einzeichnen. Die Spieldauer ist gut gewählt und knackig, was bei diesem Spiel sehr positiv in Erscheinung tritt.

 



Innovationen

 

Das Spiel besteht grundsätzlich darin, dass "Tetris-Formen" in ein Raster reingemalt werden. Dies passiert am Besten via Vorgaben (Siegpunktevoraussetzungen), die in den 4 Runden in Kraft treten. Das "Siegpunkte-System" lehnt eindeutig an das Spiel "Isle of Skye" an.  Auch das Einmalen der "Tetris-Formen" in das Raster bietet keine erstaunlichen Neuerungen in der "Brettspielwelt". Ehrlicherweise ist bei "Der Kartograph" nicht wirklich von kreativen Ideen zu sprechen.

 


Spielspaß

 

Auch wenn "Der Kartograph" keine neuartigen Ideen enthält, kann man dennoch zusammenfassen, dass es den TesterInnen Spaß gemacht hat! Das Spiel ist kurzweilig und kann gerne als "Absacker" oder "Aufwärmer" in langen Spieleabenden eingesetzt werden. Hinzu ist das Spiel leicht zu erklären und ein schneller Einstieg von unerfahrenen SpielerInnen ist garantiert. Auch auf spielerischer Ebene bietet das Spiel Anreize zum Knobeln und zum Nachdenken, da man sich an die Wertungskarten orientieren muss und dementsprechend seine Symbole aufzeichnen sollte.

Alles in allem hat "Der Kartograph" Spaß gemacht.

 


Preis-Leistungs-Verhältnis

 

Die UVP von "Der Kartograph" liegt bei 19,95 Euro. Die Materialien sind von einer guten Qualität, allerdings hätten es etwas mehr Stifte und eventuell auch  bunte Stifte sein können. Die Optik der Karten und des Schreibblocks ist stimmig und gelungen. Auf mechanischer Ebene sind zudem keine Defizite zu erkennen und das Spiel bietet einen leichten Einstieg. Der Innovationsfaktor ist nicht hoch und herausragende Einfälle sind ausgeblieben. Das Spiel hat den TesterInnen gut gefallen und bietet für wenig Material viele spielrische Anreize.

 


Gesamtwertung

 

Kauf dir "Der Kartograph", wenn du...

 

- ein Spiel suchst, bei welchem du auch malen musst

 

- ein schnelles Spiel spielen willst, das in kurzer Zeit einiges an spielerischer Entscheidung fordert

 

 

Lass die Finger von "Der Kartograph", wenn du...

 

- das "Tetris-Prinzip" überhaupt nicht magst