22.02.22

Review: "Die verlorenen Ruinen ovn Arnak" von

Fakten

 

Autor: Elwin, Min

Spieleranzahl: 1-4

Spieltyp: Kennerspiel

Spieldauer: ca. 30-120 Minuten

Alter: ab 12 Jahren

Erscheinungsjahr: 2020

Preis: UVP 59,99 Euro

Verlag: HeidelBär Games/Czech Games

Spielbeschreibung

 

ENTDECKT DIE VERLORENEN RUINEN VON ARNAK!

Auf einer fernen Insel in den unbekannten Weiten des Ozeans haben Entdecker Spuren einer längst vergangenen Zivilisation gefunden. Konkurrierende Forscher sind jetzt mit der Erkundung der Insel beauftragt worden: Wagt ihr euch in die Tiefen des Dschungels, findet uralte Artefakte und stellt euch den furchterregenden Wächtern der Ruinen!

Bei Die verlorenen Ruinen von Arnak führt ihr als Spieler eure Expeditionstruppe gegeneinander auf eine neu entdeckte Insel. In einer einzigartigen Kombination aus Deckbau, Workerplacement und Ressourcenverwaltung versucht nun jede Expedition, die Geheimnisse der verlorenen Insel zum eigen Vorteil als erstes aufzudecken und zu nutzen.

Die Kartendecks der einzelnen Spieler bleiben während des gesamten Spiels recht klein, die Aufnahme der richtigen Karten ins Deck will deshalb wohl überlegt sein. Zusätzlich zu bekannten Deckbau-Effekten können Spielkarten in Die verlorenen Ruinen von Arnak auch zum Platzieren von Arbeitern verwendet werden. Neue Arbeiteraktionen selbst werden verfügbar, wenn die Spieler die Insel erkunden. Zufall spielt durch die Fülle taktischen Möglichkeiten, die auf dem Spielbrett angeboten werden, nur eine untergeordnete Rolle. Da Aktionen auch den Einsatz von Ressourcen anstelle von Arbeitern erfordern, ist der Aufbau einer soliden Ressourcengrundlage zudem von entscheidender Bedeutung für den eigenen Erfolg. Pro Runde kann jeder Spieler aber nur eine einzige Aktion ausführen, wodurch die Runden selbst kurz sind, aber jede Entscheidung wohl überlegt sein will.

Durch die Vielzahl an verfügbaren Aktionen, Artefakten und Ausrüstungskarten sind die Herausforderungen in jedem Spiel anders, was immer wieder zum Erforschen neuer Strategien in diesem Vielspielertitel der Extraklasse einlädt.

(Quelle: Heidelberger Spiele)

 



Hintergrundinformationen

 

Hier könnt euch gerne folgenden  Trailer anschauen, der zum Spiel erschienen ist:

 


Spielmaterialien

 

Die Materialien sind von einer tollen Qualität! Vorweg ist zu sagen, dass das Regelheft sehr strukturiert verfasst wurde und keine Fragen offen lässt. Auch die Plättchen, Spielbretter und Karten genügen den Qualitätsstandards. Hinzu ist es schön, dass individuelles Material mitgeliefert wird, wie z. B. Pfeilspitzen, Kristalle etc. Zudem ist positiv aufgefallen, dass das Spielbrett ausreichend groß produziert wurde, da sehr viele Aktionen und Plättchen untergebracht werden müssen. Ferner ist zu loben, dass die Spielbretter aus festem Material bestehen und kaum verrutschen. Alles in allem eine gelungene Produktion.

 


Illustrationen

 

Das Spiel wurde ansprechend gestaltet, sodass eine thematische Atmosphäre erzeugt wird. Gerade die Orte und die Kreaturen, die das Spiel beinhaltet, wurden sehr ästehtisch zu Papier gebracht. Des Weiteren wirkt das Spielbrett nicht überfrachtet, auch wenn etliche Symbole vorhanden sind. Dies spricht für eine gute Anordnung der Spielbereiche. Es ist toll, dass die Optik mit der Thematik verknüpft wurde. Dies bedeutet, dass Flusswege nur mit Flugzeugen oder Schiffen zu überqueren sind etc., was optisch auch entsprechend illustriert wurde (Verknüpfung zwischen Symbolen und Illustrationen). Zusammengefasst kann man hier von einr sehr gelungenen wie auch thematisch passenden Optik sprechen, die den TesterInnen definitiv zugesagt hat. 

 


Spielmechanik

 

"Arnak" ist ein "Deckbuilding-Spiel", das mit einem "Worker-Placement-Mechnismus" verwoben wurde. Auch spielt das Management von Ressourcen eine große Rolle. Es befindet sich demnach mehr "Euro-Game" in dem Spiel, als man im ersten Moment annehmen würde. Des Weiteren ist es ein "Kennerspiel" im unteren bis mittleren Schwierigkeitsgrad, wobei sich definitiv auch erfahrene FamilienspielerInnen an das Spiel wagen können. Die Aktionen wurden sehr gut miteinander verzahnt und wirken rund. Zu bedenken ist, dass man nur 2 Figuren pro Runde zur Verfügung hat und die Anzahl der Aktionen demnach sehr spärlich ist. Im Grunde geht es darum, Ressourcen zu generieren und diese dann gewinnbringend einzusetzen. Hierbei gibt es unterschiedlichste Wege, die in Anspruch genommen werden können.  Zwar kommt es auch immer darauf an, welche Karten man zur welchen Zeit auf die Hand zieht, nichtsdestotrotz hält sich die Anzahl der Karten stark in Grenzen, sodass man nicht das Gefühl hat, vollkommen dem Glücksfaktor ausgeliefert zu sein. Das Spiel enthält weiterhin eine Rückseite, die für eine Varianz sorgt. Alles in allem liegt mit "Die verlorenen Ruinen von Arnak" eine gute Mischung aus altbekannten Mechanismen vor. 

 


Innovationen

 

Das vorliegende Brettspiel basiert auf Mechanismen, wie z. B. "Worker-Placement" und "Deck-Building". Aufgrund der vielen Lobeshymnen aus der Szene hätte man meinen können, dass hier ein komplett neues Spielgefühl auftritt, wodurch ein individueller Charakter entseht. Doch leider hat sich das Spiel nicht außergewöhnlich frisch und auch nicht äußerst innovativ angefühlt. Die TesterInnen hätten sich die ein oder andere Schlitzohrigkeit der Entwickler gewünscht, damit die Mechanismen einen individuellen Touch erhalten. 

 


Spielspaß

 

"Die verlorenen Ruinen von Arnak" hat den TesterInnen Spaß gemacht. Leider enthielt das Spiel kaum Innovationskraft hinsichtlich der Mechanismen, sodass es definitiv von den TesterInnen die Bezeichnung als Highlight nicht zugesprochen bekommt. Dennoch stellt das Spiel einen vor interessante Entscheidungen, da man unterschiedliche Einsätze mit seinen Ressourcen vornehmen kann. Zwar hält die Rückseite des Tableaus eine Varianz bereit, dessenungeachtet ist das Spielbrett doch recht statisch, sodass der Wiederspielreiz nach einigen wenigen Partien stark nachlässt. Glücklicherweise ist bereits eine Erweiterung erschienen, die wahrscheinlich an dieser Schwachstille andocken wird. 

 


Preis-Leistungs-Verhältnis

 

Die UVP von "Die verlorenen Ruinen von Arnak" liegt bei 59,99 Euro. Die Spielmaterialien sind von einer tollen Qualität und auch die Individualität einzelner Materialien konnte überzeugen. Die Optik ist ebenso gelungen, denn sowohl der Stil als auch die Farbauswahl passen hervorragend zur Thematik. Auch die Mechanismen funktionieren und wirken rund sowie ausgeglichen. Der Innovationsgrad ist nicht stark und der anfänglich gegebene Spielspaß lässt auch nach einigen Partien stark nach. 

 


Gesamtwertung

 

Kauf dir "Die verlorenen Ruinen von Arnika", wenn du...

 

- ein Spiel suchst, das ein Mix aus "Worker-Placement" und "Deckbuilding" ist

 

- generell das Thema "Dschungel" und "mysteriöse Welten" magst

 

- ein rundes Spiel mit ausgewogenen Mechanismen spielen willst

 

 

Lass die Finger vom Spiel, wenn du...

 

- ein Spiel spielen willst, das innovativ und frisch wirkt

 

- ein Spiel mit einem hohen Wiederspielreiz suchst, sodass es auch nach vielen Partien neue Strategien und Wege zu entdecken gibt