Review: "Tremember" von Robert Witter und Frank Warnecke

28.10.21

Fakten

 

Autor: Frank Warnecke, Robert Witter

Spieleranzahl: 2-6 Spieler

Spieltyp: Familienspiel

Spieldauer: ca.15-45 Min.

Alter: ab 7

Erscheinungsjahr: 2021

Preis: UVP 39,98 Euro

Verlag: WiWa Spiele

Spielbeschreibung

 

Das Ziel

Finde so viele Paare wie möglich und sammle Punkte dafür.

 

Der Ablauf

Bei jedem Zug wird zuerst eine Karte entnommen und verdeckt vom Rand aus wieder eingeschoben. Wobei der Spieler, der am Zug ist diese Karte ansehen darf.

Dann werden zwei Karten aufgedeckt. Bei einem Paar gibt es Punkte und der Spieler ist erneut am Zug.

 

Der Clou

Berühren sich die beiden Karten, dann gibt es extra Punkte! Versuche also durch cleveres ziehen die Kartenpaare vor dem Aufdecken nebeneinander zu schieben.

Aber behalte die Karten ständig im Auge, denn deine Mitspieler bringen alles wieder durcheinander.

Und wird eines der beiden Joker-Paare aufgedeckt, wird das Spielfeld auch noch gedreht!

(Quelle: WiWa Spiele)

 



Hintergrundinformationen

 

Der kleine Verlag "WiWa Spiele" veröffentlicht hin und wieder Spiele, die im abstrakten Element. Bereits 2 Spiele des Verlages wurden rezenziert, und zwar "Barragoon" (hier) und "Shiftago" (hier), die relativ gut abgeschnitten haben. Mal schauen, was "WiWa" sich hat diesmal einfallen lassen ;)

 


Spielmaterialien

 

Die Spielmaterialien sind von einer guten Qualität. Das Spiel besteht aus Rahmenteilen und Memoryplättchen, die einen wertigen Eindruck erschaffen. Auch wurde die Anleitung verständlich und strukturiert verfasst, sodass es keine Regelfragen gab.

 


Illustrationen

 

Die optische Aufmachung konnte die TesterInnen in den Partien leider nicht überzeugen. Das Design wirkt "altbacken" und machte nicht richtig "Appetit" zum Spielen. Auch die Bilder auf den Memorykarten wirkten nicht aufregend und sehr nüchtern. Die Graphiken machten eher den Eindruck, als seien diese lizenzfreie Bilder gewesen. Hier wäre definitiv ein Illustrator oder eine Illustratorin angebracht gewesen, der bzw. die eine eigene Note ins Spiel einbringt. 

 


Spielmechanik

 

"Tremember" basiert auf der Mechanik von "Memory" und "Das verrückte Labyrinth". Das Spiel funktioniert, jedoch ist es so schwer zu meistern, dass in den Testpartien die Frage aufgekommen ist, ob die beiden Mechanismen überhaupt zusammenpassen. Es ist schon fordernd genug, dass man sich beim "Memory" die Orte merkt, an denen gesuchte Plättchen zu finden sind. Jetzt kommt noch das Element hinzu, dass sich die Plätze zusätzlich verschieben und man es am Besten durch die Verschiebung so hinbekommen soll, dass sich das aufgedeckte Pärchen berührt.

Hier waren sich allesamt einig, dass es doch etwas zu viel des Guten ist. Insbesondere, wenn mehrere SpielerInnen an der Partie beteiligt sind, verschiebt sich das Spielfeld so oft, dass kaum mehr Kontrolle vorhanden ist und die Plättchen willkürlich hin und her geschoben werden. Ist dies der Fall, wird man kaum das gesuchte Plättchen wiederfinden. Alles in allem fanden die TesterInnen die Kombination der beiden Mechanismen als nicht ganz passend. 

 

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Innovationen

 

Es ist ein kreativer Ansatz, dass man die Mechanik aus "Memory" und "Das verrückte Labyrinth" miteinander kombiniert, was erst einmal zu loben ist. In der Praxis funktionierte diese Kombination leider nicht einwandfrei, da so viele Plättchen verschoben wurden, dass der komplette "Memory-Ansatz" untergegangen ist. Es wurde zu einer extrem schweren Aufgabe, verschobene Plättchen wiederzufinden. Hinzu kam noch, dass man die Pärchen so hinschieben und aufdecken sollte, dass diese sich berühren sollten, was bei vielen SpielerInnen schier unmöglich war. Alles in allem existiert ein guter Ansatz, der in der Praxis Schwächen zeigte. 

 


Spielspaß

 

Leider konnte das Spiel die TesterInnen nicht überzeugen. Das Spiel war einfach unkontrollierbar und zu schwer zu beherrschen, wodurch eine hohe Frustration entstand. Auch die Optik war lieblos und nicht ansprechend, wodurch das Spiel einfach "hinplätscherte".  Alles in allem wirkte das Spiel mit den beiden prägnanten Mechanismen schlecht kombiniert und überfrachtet.

 


Preis-Leistungs-Verhältnis

 

Die UVP von "Tremember" liegt bei 39,98 Euro. Die Spielmaterialien sind von einer guten Qualität und konnten überzeugen. Die Optik wirkt kaum zeitgemäß und auch die Mechanismen, die auf "Memory" und "Das verrückte Labyrinth" basieren, harmonisieren nicht einwandfrei. Der innovative Ansatz ist gelungen, konnte jedoch in der Praxis kaum Stärken aufweisen. Aufgrund der Unkontrollierbarkeit kam kein richtiger Spielspaß auf, da die Anforderungen für die Zielgruppe der FamilienspielerInnen zu hoch war. 

 


Gesamtwertung

 

Kauf dir "Tremember", wenn du...

 

- ein absoluter Fan von "Memory" und "Das verrückte Labyrinth" bist

 

Lass die Finger von "Tremember", wenn du...

 

- ein Spiel spielen willst, bei dem die Mechanismen perfekt miteinander harmonisieren

 

- ein Spiel suchst, das in seinen Vorgängen kontrollierbar und beherrschbar ist