04.12.2020

Review: "Tiny Towns" von Peter McPherson

Fakten

 

Autor:  Peter McPherson

Spieleranzahl: 1-6 Spieler

Spieltyp: Familienspiel

Spieldauer: ca. 30-45 Minuten

Alter: ab 8

Erscheinungsjahr: 2019

Preis: UVP 34,95 Euro

Verlag: Pegasus Spiele

Spielbeschreibung

 

Eine Stadt, in der die kleinsten Lebewesen friedlich zusammenleben. Das ist Tiny Towns. Doch das Land ist klein und die Ressourcen sind knapp. Die Spieler müssen sie daher klug lagern und nutzen, um geschickt viele Gebäude zu errichten – und das alles ganz friedlich, denn jeder hat seine eigene kleine Stadt. Dabei dürfen sie nicht zu viel horten, denn Verschwendung – wie auch Müßiggang – sind hier nicht gern gesehen! Die Stadt des Spielers, der die verfügbaren Ressourcen am geschicktesten lagert und so den knappen Platz von 4x4 Feldern am besten nutzt, wird am Ende am hellsten erstrahlen.

Die Spieler dürfen sich bei Tiny Towns auf ein strategisches und zugleich familienfreundliches Aufbauspiel freuen.

(Quelle: Pegasus Spiele)

 



Hintergrundinformationen

 

"Tiny Towns" ist vom Entwickler Peter McPherson, der mit "Tiny Towns" sein Erstlingswerk veröffentlicht hat. Dieses Spiel hat in der Brettspielszene für Furore gesorgt und einen gewissen Hype erlebt. Des Weiteren sind bereits zwei Erweiterung zu "Tiny Towns" erschienen, die den Namen "Fortune" und "Villagers" tragen.

 


Spielmaterialien

 

Die Spielmaterialien sind von einer sehr guten Qualität! Es werden reichlich individualisierte Holzgebäude mitgeliefert, die von feinster Qualität sind. Auch die Karten und Spielertableaus lassen keine Wünsche übrig. Die Spielertableaus basieren auf festem Material, was ebenso für die Karten gilt. Abgerundet wird dieser perfekte Eindruck durch ein Schachtelinlay, das eine hervorragende Systematisierung erlaubt. Mit "Tiny Towns" erwirbt man hinsichtlich der Materialqualität ein sehr luxuriöses Produkt.

 


Illustrationen

 

Die Optik der Karten ist fantastisch und auch die Spielertableaus wirken nicht mau. Das Hauptaugenmerk der optischen Erscheinung liegt jedoch bei den sehr vielen unterschiedlichen wie auch farbenfrohen Gebäudefiguren, die wie bereits erwähnt, auch qualitativ einiges her machen.

 


Spielmechanik

 

"Tiny Towns" zielt klar auf die Gruppe der FamilienspielerInnen ab, jedoch hatten KennerspielerInnen und sogar ExpertenspielerInnen ebenso viel Spaß. Der Einstieg ist relativ leicht, doch im Grunde bietet das Spiel extrem viele Entscheidungen, was für ein gelungenes Gamedesign spricht. Das Verhältnis zwischen Baukosten und Gebäudeeffekten wurde ebenso von den TesterInnen als gelungen empfunden. Allerdings kam zum Vorschein, dass bei den Denkmäler-Karten einige doch sehr stark sind und z. B. von den essentiellen Platzierungsregeln der Gebäude befreien, was ein immenser Vorteil ist und zur Disbalance führt. Dessen ungeachtet kann man bei "Tiny Towns" von einer guten Entwicklerleistung sprechen.

 

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Innovationen

 

"Tiny Towns" wirkt in seinen Abläufen äußerst frisch! Nachdem eine Rohstoffkarte für alle SpielerInnen gezogen wurde, wird dieser entsprechende Rohstoff auf dem eigenen Tableau platziert, was alle Beteiligten gleichzeitig tun. Wird darauf folgend eine entsprechende Anordnung von Rohstoffen erfüllt, kann ein Gebäude gebaut werden. Die Rohstoffmarker werden entfernt und das Gebäude wird auf eines dieser Felder gestellt. Dieser sich wiederholende Ablauf ist zwar einfach, aber genial und kreativ.

 


Spielspaß

 

Ja, Der Hype ist berechtigt! Dieses Spiel hat einen sehr hohen Wiederspielreiz, da die Gebäudekarten von Partie zu Partie ausgetauscht werden. Auch die Spieldauer ist recht kurz, sodass auch mehrere Partien am Stück gespielt werden können. Da der Platz auf dem eigenen Tableau begrenzt ist, muss man sich jedes mal gut überlegen, wo man die Ressourcenmarker platziert. Denn kann der Ressourcenmarker nicht in ein Gebäude umgewandelt werden, wird automatisch ein Feld blockiert, was sehr schlecht ist und am Spielende Minuspunkte bringt. Einzig und allein der Umstand, dass einige "Denkmäler-Karten" definitiv zu stark waren, hat etwas den Spaß gemindert. Nichtsdestotrotz hat das Spiel allen Beteiligten sehr viel Spaß bereitet und konnte auch Zielgruppenübergreifend Anreize bieten.

 


Preis-Leistungs-Verhältnis

 

Die UVP von "Tiny Towns" liegt bei 34,95 Euro. Die Spielmaterialien sind von einer äußerst guten Qualität und auch die Optik passt super. Auf mechanischer Ebene verläuft das Spiel sehr "smooth" und beinhaltet perfekt aufeinander abgestimmte Mechanismen. Leider sind einige "Denkmäler-Karten" etwas "overpowered". Der Legemechanismus wirkt frisch, was ebenso für die sehr individualisierten Spielmaterialien gilt, die ebenfalls ihren Beitrag zu dieser Frische beitragen. Alles in allem hat "Tiny Towns" sehr viel Spaß gemacht und ist zu empfehlen.

 


Gesamtwertung

 

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