Review: "Startups" von Jun Sasaki

Autor: Jun Sasaki

Spieleranzahl: 3-7

Spieltyp: Familienspiel

Spieldauer: ca. 20 Minuten

Alter: ab 10 Jahren

Erscheinungsjahr: 2017

Preis: UVP 20,50 Euro

Verlag: Oink Games



Hintergrundinformationen

 

Der japanische Verlag "Oink Games" ist für "Micro-Games", wie z. B. dem Erfolgstitel "Tiefseeabenteuer" bekannt (Rezension: hier). "Oink Games - Deutschland", vertreten durch Laura Grundmann hat sich den 10 Fragen des Brettspiegels gestellt. Du kannst das Interview hier lesen.

 


Spielmaterialien

 

Wie die weiteren Spiele von "Oink Games" liegt auch hier ein "Micro-Game" vor, das mit schönen Materialien daherkommt. Die Plättchen und Karten sind sehr qualitativ und auch die Marker konnten auf ganzer Linie überzeugen. Ein sehr wertiges Produkt!

 


Illustrationen

 

Die optische Gestaltung der Schachtel und des Spielmaterials knüpft an das bereits bekannte Cooperate Design von "Oink Games" an und ist gut gelungen. Humor und Witz wurden auf den Karten abgebildet und man merkt anhand der Optik, dass es sich um ein Spiel dieses Verlages handelt. Eine schöne individuelle Gestaltung, die zu dem Verlag passt und das Thema mit kräftigen Farben und einem minimalen Design gut repräsentiert.

 


Spielmechanik

 

Die Mechanismen sind einfach und gut durchdacht. Gelungen ist, dass man anfänglich des Spiels Karten aus dem Deck verdeckt herausnimmt und man nicht weiß, wie viele Karten eines Unternehmens sich noch im Umlauf befinden. In diesem Zusammenhang ist zu bennen, dass auf jeder Kartensorge (Unternehmen) numerisch abgebildet ist, wie viele Karten sich im Spiel befinden,sodass man immer etws taktischer und überlegter vorgehen kann, wenn man die eigene Auslage bzw. die der Mitspieler in Betracht zieht.
udem ist der Auswahlmechanismus der Karten sehr gut gelungen, da man Karten verdeckt von einem Deck oder aus einer gemeinsamen Auslage ziehen kann und so einem verschiedenartige Möglichkeiten zur Verfügung stehen.


Hinzu gibt es noch den "Anti-Monopol-Chip" der es ermöglicht, den Spieler mit den meisten Anteilen eines Unternehmens den weiteren Anteillkauf zu erschweren, wodurch andere Spieler ausgleichen können. Ganz klar sind bei diesem "Absacker-Spiel" Glückselemente vorhanden, wie z. B. beim verdeckten Nachziehen von Karten, was aber bei dieser Art von Spielen nicht negativ aufstößt. Alles in allem eine reibungslose Mechanik, die in dem Spiel vorherrscht.


Innovationen

 

Im Grunde handelt es sich bei diesem Spiel um ein "Set Collecting" Spiel, bei welchem man versucht, in unterschiedlichen Kartenarten die meisten Karten zu erhalten. Das grundlegende Prinzip ist ehrlicherweise kein innovativer Meilenstein. Nichtsdestotrotz ist anzuführen, dass kleine innovative Impulse, wie z. B. durch den "Anti-Monopol-Chip" gesetzt wurden. Auch der Umstand, dass man in der Endwertung dem Spieler mit mehr Anteilen an einem Unternehmen Geld (Siegpunkte) bezahlt, wobei man die Chips vom Wert 1 auf 3 umdreht, lässt einen weiteren kleineren Kniff entstehen. Dennoch  ist zusammenzufassen, dass man sich im Großen und Ganzen an bereits erschienene Abläufe orientiert hat.

 


Spielspaß

 

"Startups" hat den Testern gut gefallen und Emotionen geweckt. Spannend ist, dass man nie weiß, ob man der Spieler mit den meisten Anteilen an einem Unternehmen bleibt. Denn wird man von einer anderen bzgl. eines Unternehmens überholt, so kann es in der Endwertung sehr schmerzhaft werden. Das vorliegende Kartenspiel erfüllt mit Sicherheit seinen Zweck als "Absacker", aber aufgrund der starren Handlungsvielfalt wirkt der Ablauf dann auch irgendwann monoton, sodass "Startups" nicht immer als "Absacker" auf den Tisch kommt, aber sicherlich hin und wieder für Abwechslung sorgen wird. Zudem reiht sich das Kartenspiel hervorragend in die restlichen "Micro-Games" von "Oink Games" ein. "Startups" ein Spiel, das lustig zu spielen ist und gut durchdacht wurde.

 


Preis-Leistungs-Verhältnis

 

Die UVP von "Startups" liegt bei 20,50 Euro. Entsprechend eines "Micro-Games" enthält das Spiel nicht viele Materialien, die jedoch wertig sind und mit dem bekannten "Oink-Games-Design" ausgestattet wurden. Die Mechanismen funktionieren und sind leicht zugänglich, sodass das Kartenspiel schnell und zügig gespielt werden kann. Ganz innovativ ist "Startups" nicht und kann auch vom frischen Spielgefühl nicht an den Topseller "Tiefseeabenteuer" anknüpfen, wobei an einigen Stellschrauben des Spiels leicht kreative Ansätze implementiert wurden. "Startups" hat den Spielern gut gefallen, da es die Erwartungen erfüllt, ein "Micro-Game" zu sein und dennoch viel Spielwitz und Entscheidungen zu erzeugen.

 


Gesamtwertung

 

Kaufe dir "Startups", wenn du...

 

- ein Spiel für zwischendurch suchst, das schnell gespielt ist

 

- Spiele magst, die fortlaufend spannend sind, da sich das Blatt jederzeit wenden kann

 

Lasse die Finger von "Startups", wenn du...

 

- ein Spiel suchst, das sich auch beim mehrmaligen Spielen nicht repetitiv anfühlt