02.12.2020

Review: "Paris" - Die Stadt der Lichter von Jose Antonio Abascal

Fakten

 

Autor:  Jose Antonio Abacal

Spieleranzahl: 2 Spieler

Spieltyp: Familienspiel

Spieldauer: ca. 30 Minuten

Alter: ab 10

Erscheinungsjahr: 2020

Preis: UVP 19,49 Euro

Verlag: Kosmos

Spielbeschreibung

 

Paris im Jahr 1889. Pünktlich zur Exposition Universelle zeigt die Stadt an der Seine der ganzen Welt ihre neueste Errungenschaft: die elektrische Straßenbeleuchtung. Und zwei Spieler sind bei dem historischen Ereignis live dabei! Sie schlüpfen in diesem Strategiespiel in die Rollen zweier konkurrierender Baumeister. In zwei Phasen lassen sie ein neues Viertel entstehen: Sie nehmen sich Straßen vor, planen Gebäude und errichten prächtige Bauwerke. Dabei muss jeder Spieler versuchen, seine Aktionsplättchen so lukrativ wie möglich einzusetzen. Um die meisten Punkte zu ergattern, müssen die Bauwerke im Glanze der Lichter erstrahlen.

(Quelle: Kosmos)



Hintergrundinformationen

 

Der Verlag "Kosmos" hat einen schönen Trailer veröffentlicht, den wir


Spielmaterialien

 

Die Spielmaterialien sind von einer sehr guten Qualität! Der Spielbereich befindet sich in der Schachtel, wobei keine Instabilität zu verzeichnen ist. Die quadaratischen Straßenplättchen und auch die Gebäudeplättchen können sich ebenso sehen lassen. Sie sind robust und nicht zu klein, wodurch ein angenehmes Gameplay möglich ist. Das Regelwerk wurde gut strukturiert, lassen jedoch noch einige wichtige Fragen offen, die in dem Forum von "Boardgamegeek" beantworten werden. Auch die Holzfiguren und die Postkarten können hohe Qualitätsstandards erfüllen. Mit diesem vorliegenden Spiel, erwirbt man ein qualitatives Produkt!

 


Illustrationen

 

Die Optik fängt das Thema Paris 1889 gut ein und hat einen positiven Eindruck hinterlassen. Auch wenn das Spielfeld mit der Zeit sehr bunt wird, kann man die einzelnen Elemente dennoch gut unterscheiden. Ein Augenschmaus sind auch die Postkarten, die diese Zeit hervorragend einfangen und den Geschmack der TesterInnen gänzlich getroffen haben. Die Gebäudeplättchen wurden eher simpel gehalten, was jedoch dem Gameplay dienlich ist, da zu viele Details zu einer Unübersichtlichkeit führen würden. Hinzu wäre es super gewesen, wenn auf den Postkarten auch die Fähigkeiten dieser illustriert worden wären, da man anfänglich immer im Regelwerk nachschlagen muss. Dennoch ist zu resümieren, dass die Optik in den Testpartien gut ankam.

 


Spielmechanik

 

"Paris - Die Stadt der Lichter" ist ein sehr eingängiges Spiel und der Sparte der Familienspiele zuzuordnen. Es besteht aus zwei Phasen, wobei in der ersten Phase die farblichen Straßenplättchen gelegt werden. In der zweiten Spielhälfte werden dann die Gebäudeplättchen auf diese Straßen platziert. Die beiden Abschnitte verlaufen sehr flüssig und wurden hervorragend durch den Entwickler konzipiert. Auch die Spezialeffekte, die man im Verlauf des Spiels anwenden kann, sind sehr "tricky" und können das Machtverhältnis im Spiel urplötzlich ändern.

Leider ist negativ aufgefallen, dass das Plättchen "Tänzerin" eindeutig zu stark in ihrer Fähigkeit ist und zu einer Disbalance führt. Auch das Plättchen "Maler" machte den Anschein, als sei es etwas zu stark in der zu ausführenden Fähigkeit. Da jedoch im Prinzip frei entschieden werden kann, welche Spezialkarten/Spezialplättchen ins Spiel kommen, ist für jede Partie frei zu entscheiden, ob diese zwei genannten Plättchen benutzt werden.

Dennoch wurde der Rest des Spiels sehr gut konzipiert.

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Innovationen

 

An diesem Spiel wirkt es frisch, dass man mit seinem Gegenspieler bzw. Gegenspielerin erst gemeinsam mittels der Straßenplättchen den Spielplan überhaupt erstmal konzipiert und erstellt. Dies sieht man auch nicht alle Tage und ist ein gelunger Einfall. Daraufhin werden dann die Gebäudeplättchen auf die passenden Farben der Straßenfelder platziert. Auch das Thema (Paris/Straßenlaternen/Lichter) in Verbindung mit der Optik hat einen ganz eigenen Charme und wirkt sehr individuell.

"Paris - Die Stadt der Lichter" kommt mit individuellen Charakeristika daher, die belebend wirken.

 


Spielspaß

 

"Paris - Die Stadt der Lichter" hat definitv Spaß gemacht. Es ist kurzweilig, sodass auch mehrere Partien hintereinander gespielt werden können. Dieses Spiel wurde zudem auf exakt zwei SpielerInnen zugeschnitten und ist sehr konfrontativ. Wer kein konfrontatives Spiel sucht, der ist mit "Paris - Die Stadt der Lichter" schlecht beraten. Des Weiteren wird man bei diesem Spiel vor interessante Entscheidungen gestellt, wie z. B. "Lege ich ein Straßenplättchen oder nehme ich ein Gebäude?" oder "Lege ich ein Gebäude oder nehme ich mir eine Spezialfähigkeit". Diese Entscheidungen sind äußerst knifflig, aber dafür sehr spaßig.

 


Preis-Leistungs-Verhältnis

 

Die UVP des vorliegenden Spiels liegt bei 19,49 Euro. Die Spielmaterialien sind von einer super Qualität, das Regelwerk hätte jedoch umfangreicher sein können. Auch die Optik ist individuell und passt hervoragend zum Thema. Auf mechanischer Ebene ist hervorzuheben, dass das Spiel flüssig abläuft, wobei zwei Spezialfiguren doch etwas zu stark in ihren Fähigkeiten gewirkt haben. Die Kombination zwischen Thema, Optik und Gameplay wirkt frisch und es kommt ein eigener Charakter zum Vorschein. Das Spiel ist ein knallhartes Duell zwischen zwei SpielerInnen und verzeiht kaum Fehler.

 


Gesamtwertung

 

Kauf dir "Paris - Die Stadt der Lichter", wenn du...

 

- ein Spiel suchst, das mit einer eigenen Optik und mit einem frischen Gameplay daherkommt

 

- ein knallhartes Duell suchst

 

 

Lass die Finger von diesem Spiel, wenn du...

 

- keine konfrontativen Spiele magst

 

- ein mechanisch perfektes Spiel suchst