08.05.2020

Review: "Cities  Skylines" von Rustan Hakansson

Fakten

 

Autor:  Rustan Hakansson

Spieleranzahl: 1-4 Spieler

Spieltyp: Familienspiel

Spieldauer: ca. 30 Minuten

Alter: ab 10

Erscheinungsjahr: 2020

Preis: UVP 34,99 Euro

Verlag: Kosmos

Spielbeschreibung

 

Das erfolgreiche PC- und Konsolenspiel „Cities: Skylines“ ist die Grundlage für das gleichnamige kooperative Brettspiel. Anders als im PC-Spiel wird hier im Team gespielt: Zu Beginn stehen die Spieler vor einer unbebauten Fläche. Sie errichten erste Wohn-, Gewerbe- und Industriegebiete und erschließen nach und nach neue Viertel. Dabei müssen sie zentrale Faktoren wie Umwelt, Kriminalität, Verkehrsfluss und Bildung berücksichtigen und ihre finanziellen Mittel gemeinsam planvoll einsetzen. Ziel ist eine möglichst hohe Zufriedenheit ihrer Bevölkerung.

(Quelle: Kosmos)



Hintergrundinformationen

 

Der Verlag "Kosmos" hat einen ansehnlichen Trailer zum Spiel veröffentlicht, den ihr euch gerne anschauen könnt:

 


Spielmaterialien

 

"Cities Skylines" enthält große Spielfelder, die von einer guten Qualität sind und das problemlose Platzieren von Plättchen erlauben. Ebenso sind die Karten, mit denen man das Spiel steuert, qualitativ und genügen hohen Ansprüchen. Leider waren die vielen Plättchen schlecht auszustanzen und wirkten auf eine gewisse Art und Weise minderwertig. Auch das Regelwerk hat nicht alle Fragen des Spiels bzw. der Karteneffekte beantwortet, obwohl es sich hier um ein Familienspiel handelt und sich FamilienspielerInnen üblicherweise nicht in "Online-Foren" aufhalten, um nach Regelklarheiten zu suchen. Hinzu ist weiterhin zu bemängeln, dass die Marker auf den Leisten (extra Spielplan) viel zu groß geraten sind und kaum auf die Felder passen. Denn ein leichtes Verrutschen dieser Marker kann direkt eine Fehlinterpretation auslösen.

Demach liegt eine Produktion vor, die Luft nach oben aufweist.

 


Illustratonen

 

Die optische Darstellung konnte die TesterInnen leider nicht überzeugen! Die Gebäude sind sehr schwammig und kaum detailreich, sodass diese keinen wirklichen Charakter aufweisen. Vom Gefühl her wirkt das Spiel in seiner Optik kaum lebendig und dynamisch, ja sogar etwas trostlos. Auch die Leisten, auf denen man sich bewegt, sind leider nicht ansprechend.

Die Illustrationen haben leider nicht überzeugt!

 


Spielmechanik

 

Der Grundablauf ist leicht zu erlernen und wurde gut auf die Zielgruppe der WenigspielerInnen angepasst. Auch das kooperative Element passt erstaunlicherweise gut in das Spiel, da man gemeinsam die Stadt aufbaut und sich somit der Kartenhand der SpielerInnen bedient. Nichtsdestotrotz ist man dem Spiel bzw. den gezogenen Karten komplett ausgeliefert und es entsteht ein Geühl der "Ohnmacht". Man kan tun und lassen was man will, kommen nicht die richtigen Kartenarten, hat man das Spiel verloren. Diese Schwachstelle ist so enorm, dass ein klares mechanisches Defizit auszumachen ist. Man kann zwar Karten reservieren, doch dies ist so extrem teuer, dass man dies in diesem Spiel kaum verwirklichen kann.

Auch die Spiellänge wurde nicht gut skaliert, da sich durch die repitetiven Handlungsabläufe das Spiel sehr stark in die Länge zieht.

Leider wirkt "Cities Skylines" mechanisch nicht rund!

 



Innovationen

 

Der kooperative Aspekt, und zwar, dass die SpielerInnen gemeinsam an einer Stadt bauen, ist gelungen und wirkt frisch. Leider ist das Gesamtkonstrukt, das um diesen kooperativen Aspekt entwickelt wurde, sehr mau und einfallslos, was äußerst schade ist. Denn Basierend auf der Kooperation hätte man viel mehr Potential ausschöpfen können. Leider wurde dies seitens des Autors verpasst. Im Rahmen der Einzigkartigkeit wird dieses Spiel höchstwahrscheinlich in der Masse untergehen.

 


Spielspaß

 

Nach einigen Testpartien war das komplette Spielkonzept ausgeschöpft und die TesterInnen waren nicht von diesem Spiel überzeugt. Zwar regt "Cities" zu Diskussionen im Hinblick darauf an, dass man gemeinsam plant, welche Karten ausgelegt bzw. welche Gebäude gebaut werden. Dennoch hat man leider kaum Einflussmöglichkeiten, da sehr prägnant hervorsticht, dass passende Karten zur passenden Zeit gezogen werden müssen, damit man die Partie nicht verliert. Auch  trifft leider die Optik nicht den Geschmack der TesterInnen und kann den "Wow-Effekt" nicht auslösen. Dies ist sehr schade, da dieses Release heiß erwartet wurde.

 


Preis-Leistungs-Verhältnis

 

Die UVP von "Cities" beträgt 34,99 Euro. Die Spielmaterialien sind o.k., die Optik konnte leider nicht überzeugen und auf mechanischer Ebene sind klare Schwächen zu erkennen. Der frische Impuls wird durch das kooperative Element in Verbindung mit dem Bau einer Stadt erzeugt. Die TesterInnen hatten bei dem Spiel leider nicht viel Spaß, da es sich sehr in die Länge gezogen hat und die Spannungskurve nicht aufrecht gehalten werden konnte.

 


Gesamtwertung

 

Kaufe dir "Cities - Skylines", wenn du...

 

- ein Spiel suchst, das stark kooperativ ist

 

 

 

Lass die Finger von "Cities - Skylines", wenn du...

 

- kein Spiel haben willst, bei welchem der Kartenstapel über Sieg oder Niederlage entscheidet

 

- spannende Spielkonzepte suchst