12.11.18

Review: "Azul - Die Buntglassfenster von Sintra" von Michael Kiesling

Fakten

 

Autor: Michael Kiesling

Spieleranzahl: 2-4

Spieltyp: Familienspiel

Spieldauer: 30-45 Minuten

Alter: ab 8 Jahren

Erscheinungsjahr: 2018

Preis: UVP 39,99 Euro

Verlag: Pegasus Spiele

Spielbeschreibung

 

Nach Azul, dem Megaerfolg von Autor Michael Kiesling und Spiel des Jahres 2018, kommt nun: Azul – Die Buntglasfenster von Sintra. In diesem komplett eigenständigen Nachfolger müssen die Spieler mit Bedacht Glasscheiben zur Vervollständigung ihrer Fenster wählen, während sie gleichzeitig darauf Acht geben, diese nicht zu beschädigen oder Material zu verschwenden. Doppelseitige Fensterpaneele bieten den Spielern dynamische Spielertableaus, die nahezu endlos variabel sind.

Spieler können sich in Azul – Die Buntglasfenster von Sintra auf neue, einzigartige Illustrationen von Chris Quilliams und wunderschöne Komponenten freuen, inklusive durchsichtiger Steine als Glasstücke, doppelseitiger Spielertableaus und Fensterpaneele, eines Turms für die abgeworfenen Steine und vieler weiterer Elemente.

(Quelle: Pegasus Spiele)



Hintergrundinformationen

 

Was soll man zu "Azul" noch sagen? Ein Erfolgsspiel und auf dem besten Wege ein Klassiker zu werden. Es hat den "Familienspielpreis 2018" sowie den "Deutschen Spielepreis 2018" gewonnen. Vor kurzem ist der Nachfolger von "Azul" erscheinen, der im folgenden Testbericht unter die Lupe genommen wird. Seit längerem ist auch ein Interview mit dem Entwickler Michael Kiesling online, das ihr hier lesen könnt. Zudem könnt ihr noch die ausführliche Rezension zu "Azul" lesen (klicke: hier).

 


Spielmaterialien

 

Genau wie beim Vorgänger wurde auch hier auf sehr wertiges Material gesetzt. Die bunten Spielsteine fühlen sich haptisch sehr gut an und auch die Spielertabelaus bzw. das Punktetableau genügen höchsten Qualitätsansprüchen. Besonders lobenswert ist das Schachtelinlay, das schon an Perfektion grenzt und eine systematische Ordnung der Materialien ermöglicht ;).

 


Illustrationen

 

Bei den Steinen wurde auf kräftige Farben gesetzt, wodurch ein optisch hoher Wiedererkennungswert ensteht. Auch die Spielertableaus sind auf einer abstrakt ästehtischen Ebene und runden das Gesamtbild ab. Positiv ist weiterhin zu erwähnen, dass dieses "Azul" optisch an seinen Vorgänger anlehnt und man direkt das "Azul-Branding" erkennt. Auch bei diesem Azul vereinen sich "Optik" und "Haptik" sehr elegant und machen es einzigartig.

 


Spielmechanik

 

"Azul - Die Buntglassfenster von Sintra" basiert auf dem gleichen Hauptmechanismus wie sein Vorgänger. Die Änderungen sind vorwiegend auf dem eigenen Spielertableau zu erkennen. Dort befüllt man diverse Spalten mit Steinen, wobei es wichtig ist, wo die Figur des Glasers steht, da nur unter und rechts vom Glaser liegende Spalten befüllt werden können. Je nachdem, welche Spalte komplett befüllt wurde, kommt es zur Ausschüttung von Boni.

Der Hauptmechanismus funktioniert auch in dieser Variante von "Azul" elegant und einfach. Zudem wurde dieser Mechanismus hervorragend mit den Abläufen auf dem eigenen Spielertableau verknüpft, sodass hier eine einwandfreie Entwicklerarbeit geleistet wurde. Es entstehen nun weitere wichtige Entscheidungen, die mit der Position des Glasers verbunden sind nicht nur intuitives Spielen abverlangen.

 


Innovationen

 

Innerhalb dieser Auskopplung kann mit Sicherheit von kreativen Ideen gesprochen werden. "Azul - Die Buntglasfenster von Sintra" basiert auf dem bekannten Auswahlmechanismus, wobei die Abläufe auf den eigenen Spielertableaus grundsätzlich verändert wurden und sehr andersartig und frisch wirken. Auch die Veränderung des Themas, die eine neue Optik und Haptik der Steine entstehen lässt, setzt neue Impulse.

 


Spielspaß

 

Die Testspieler waren eher skeptisch, als sie von einem Nachfolger von "Azul" gelesen haben. Am Ende der Testphase ist zu sagen, dass diese Skepsis unbegründet war. Das "Azul-Feeling" kommt in gewisser Weise durch, das Spiel beinhaltet jedoch ausreichend optische, haptische wie auch spielerische Varianz (eigenes Spielertableau), sodass neue Entscheidungen und Abläufe generiert werden. Wie beim Vorgänger bietet auch dieses "Azul" eine Menge Spielspaß und kommt bei Familien- sowie Kennerspielern, ja sogar bei Expertenspielern sehr gut an. Ob man beide Versionen von "Azul" braucht, muss jeder für sich selbst entscheiden. Das Spielgefühl bleibt in gewisser Weise gleich, jedoch werden gleichsam frische Akzente im Spielablauf gesetzt.

 


Preis-Leistungs-Verhältnis

 

Die UVP von "Azul - Die Buntglasfenser von Sintra" liegt bei 39,99 Euro. Die Spielmaterialien sind von hervorragender Qualität und auch die Optik bzw. Haptik muss sich vor dem Vorgänger nicht verstecken. Spielerisch bietet dieses "Azul" mechanisch einwandreie Abläufe, wobei im Rahmen des Möglichen genügend kreative Impulse gesetzt wurden. Man hat nun das Gefühl, dass der spielerische Anspruch etwas gestiegen ist. Dieses Spiel fängt das Gefühö vom Vorgänger auf und setzt andersartige Akzente, wobei zumindest ein gleichhoher Spielspaß entsteht.

 


Gesamtwertung

 

Kaufe dir "Azul - Die Buntglassfenster von Sintra", wenn du...

 

- sehr gerne das "normale" "Azul" gespielt hast. Diese Auskopplung enthält genügend Varianz für einen neuartigen Spielspaß

 

- ein Spiel suchst, das du wieder perfekt in die Spielechachtel packen kannst ;). Greif zu!

 

 

Lasse die Finger von "Azul - Die Buntglassfenster von Sintra", wenn du...

 

- grundsätzlich keine abstrakten Legespiele magst