Review: "Aetherya" von Francois Bachelart

Fakten

 

Autor: Francois Bachelart

Spieleranzahl: 1-4 Spieler

Spieltyp: Familienspiel

Spieldauer: ca. 20 Min.

Alter: ab 10

Erscheinungsjahr: 2022

Preis: UVP 29,99 Euro

Verlag: HUCH!

Spielbeschreibung

 

In Aetherya wartet unerkundete Wildniss und ein sich ständig wandelndes Königreich auf euch. Menschen, Elben, Zwerge, Goblins und Drachen leben hier, aber vertragen sich nicht immer. Werdet ihr Geschichte schreiben, oder wird euer Königreich in Konflikten untergehen? Ihr habt es in der Hand, das Land nach euren Vorstellungen zu formen und alle Einwohner Aetheryasfriedlich unterzubringen. Aber passt auf die auf, dass eure Nachbarkönigreiche euch nicht zuvorkommen.

(Quelle: HUCH!)



Hintergrundinformationen

 

Der Entwickler Francois Bachelart war den TestspielerInnen bisher kein Begriff. Nach einiger Recherche kam zum Vorschein, dass er Spiele, wie z. B. "La Petite Mort" (2018) und "Gnome Tribes" (2001) entwickelt hat. 

 


Spielmaterialien

 

Die Plättchen und Karten genügen den Qualitätsstandards und wurden ausreichend groß produziert, sodass ein angenehmer "Spiel-Flow" entsteht. Das Regelwerk ist eingängig, es gibt jedoch die ein oder andere Frage, die nicht beantwortet wird, was bei einem so simplen Spiel auffällt. Eine Beispielfrage wäre: "Was passiert bei 2 Portalen mit der Nachbarschaft?". Hinzu wäre es super gewesen, wenn Erklärungen zu Plättchen auf einem extra Beiblatt aufgedruckt wären, damit man die Erklärungen konstant vor sich hat. 

Ansonsten handelt es sich im Rahmen der Materialien um eine gute Produktion.

 


Illustrationen

 

Bei der Optik scheiden sich anscheinend die Geister in der Brettspielszene, die Einen finden die Illustrationen gelungen und der anderen Hälfe sagen diese überhaupt nicht zu. In unseren Partien kam die Darstellung gut an. Man fragt sich natürlich, ob optische Varianten innerhalb einer Fraktion Sinn gemacht oder nur zur Verwirrung geführt hätten. Denn das Spiel wurde illustrativ sehr starr konzipiert und es gibt nur eine optische Version jedes Volkes ohne jegliche Detailveränderung. Des Weiteren kann es bei den Goblins und Elfen schnell zu Verwechselungen kommen, da beide Fraktionen farblich grün hinterlegt sind. Zudem ist die Ikonographie bei den lila Plättchen, die in einem bestimmten Spielmodus verwendet werden,  nicht sehr eingängig und führt ebenso zu Verwirrung. 

Es handelt sich um eine gelungene optische Darbietung, jedoch gibt es definitiv viel "Luft nach oben".

 


Spielmechanik

 

Es wird von anderen RezensentInnen berichtet, dass "Aetherya" den Mechanismen der Spiele "CABO" und "Skyjo" ähnelt. Da wir "CABO"" und "Skyjo" bisher noch nicht gespielt haben, wird "Aetherya" isoliert betrachtet.

Die SpielerInnen verfügen über eine eigene Auslage, wobei allesamt von einem verdeckten wie auch offenen Nachziehstapel ziehen können. Der Interaktionsgrad ist demnach äußerst bescheiden und dies ist auch leider etwas negativ aufgefallen. 

Ferner ist noch zu nennen, dass extrem viele Glückselemente vorhanden sind, vor allem in einem so hohen Maße, dass es einen Teil der SpielerInnen in den Testpartien gestört hat. Denn "Aetherya" vermittelt zum Beispiel durch die Zielkarten das Gefühl, dass eine strategische Komponente vorhanden ist. Durch das immense Kartenglück wird jedoch diese strategische Komponente jedoch im "Keim erstickt", was sehr widersprüchlich ist. Hinzu können Legendenkarten durch pures Glück (Aufdecken von Karten) erfüllt werden, wodurch ein immenser Startspielervorteil entstehen kann. 

Alles in allem gibt es im Rahmen der Mechanik definitiv Verbesserungspotential.

Inhalte von Powr.io werden aufgrund deiner aktuellen Cookie-Einstellungen nicht angezeigt. Klicke auf die Cookie-Richtlinie (Funktionell und Marketing), um den Cookie-Richtlinien von Powr.io zuzustimmen und den Inhalt anzusehen. Mehr dazu erfährst du in der Powr.io-Datenschutzerklärung.


Innovationen

 

In diesem Spiel geht es darum, dass Karten entsprechend der Zielvorgaben in der eigenen Auslage platziert werden müssen. Hierbei müssen Völker zum Beispiel nebeneinander platziert werden oder dürfen sich nicht berühren. Im Verlauf des Spiel zieht man also kontinuierlich Karten nach, um so entsprechend seine Auslage zu "designen". Leider hat sich dieser komplette Vorgang nicht frisch angefühlt und beinhaltet kaum innovative Impulse. 

 


Spielspaß 

 

Auch wenn "Aetherya" unterschiedliche Spielmodi enthält, konnte es die TesterInnen nicht gänzlich überzeugen. Die SpielerInnen fanden das Spiel nicht schlecht und es gab sicherlich reizvolle Momente, dennoch haben die negativen Aspekte hinsichtlich des Innovationsfaktors und der Mechanik überwogen, sodass auch der Spielspaß darunter gelitten hat. 

 


Gesamtwertung

 

Kauf dir "Aetherya", wenn du...

 

- ein leichtes Spiel für Zwischendurch suchst

 

- es magst, dass man an seiner eigenen Auslage "herumwerkelt"

 

- ein Legespiel suchst, das verschiedenste Modi bereit hält

 

 

Lass die Finger von "Aetherya", wenn du...

 

- Spiele nicht mit erheblichen Glücksfaktoren magst

 

- ein Spiel mit einem hohen Innovationsgrad suchst