18.02.18

5 Fragen zu "Race to the New Found Land" von Martin Kallenborn und Jochen Scherer

Hallo Herr Kallenborn, hallo Herr Scherer,

 

1) bald erscheint ihr Spiel "Race to the New Found Land". Um was geht es in diesem Spiel und an welche Zielgruppe richtet es sich?

 

In "Race to the new Found Land" segeln die Spieler unter den Flaggen europäischer Königshäuser um die Wette nach Neufundland. Dabei erwerben sie prachtvolle Schiffe, erkunden und besiedeln neue Inseln und treiben lukrativen Handel. Das Kennerspiel mit Wettlauf-Charakter richtet sich an Spieler, die gerne unterschiedliche Strategien ausprobieren möchten und ihren Mitspielern gerne mal das ein oder andere Privileg wegschnappen.

 

2) Können Sie einmal die Entwicklungszeit beschreiben und welche Funktion in der Entwicklungsphase haben Sie und Ihr Co-Autor jeweils übernommen?

 

 

Die Grundidee zu dem Spiel ist bereits über 6 Jahre alt. Vor 2 Jahren haben wir die Idee dann wieder aufgegriffen und in zahlreichen Iterationen und Testrunden weiterentwickelt. Es gab über 30 verschiedene Versionen. 😊 Zum Glück haben wir gute und kritische Tester in unserem Freundeskreis – ohne die hätten wir das Spiel nicht soweit bekommen. Seit Sommer 2017 wurde der Prototyp dann zusammen mit "Hans im Glück" weiterentwickelt. Wir waren während der gesamten Entwicklungsphase in enger Abstimmung mit dem Redaktionsteam, sowohl was das Testen neuer Varianten als auch die endgültige Themen-Findung anging.

 

3) Wie kam es eigentlich überhaupt zum vorliegenden Thema?

 

Wir wollten schon immer ein Spiel machen, in dem es um Schiffe und große Entdecker geht. Ein Spiel, in dem man eine eigene Schiffs-Flotte aufbaut, um damit die Welt zu entdecken. Gemeinsam mit dem Verlag haben wir dann weiter am Szenario gefeilt. Auf das Thema Neufundland kamen wir erst relativ spät. Es hatte uns dann aber sehr schnell überzeugt, da es rein historisch sehr gut gepasst hat und dazu noch sehr „unverbraucht“ ist.

 

4) Herr Kallenborn, 2014 ist ihr Spiel "Helios" über den Verlag "Hans im Glück" herausgegeben worden. Das neue Spiel erscheint erneut über diesen Verlag. War eine erneute Kooperation einfacher, da bereits die Grundsteine einer Zusammenarbeit bei "Helios" gelegt wurden?

 

 

Bei "Helios" hatte die Zusammenarbeit mit dem Verlag bereits wunderbar funktioniert. Das war sicherlich auch einer der Gründe, warum wir auch dieses Spiel sehr gerne wieder bei "Hans im Glück" veröffentlichen wollten. Und das hat sich gelohnt, die Arbeit war sehr produktiv und positiv, auch wenn es mal unterschiedliche Ansichten gab.

 

5) Was macht "Race to the New Found Land" aus Ihrer Sicht so besonders?

 

Wir glauben, dass "Race to the New Found Land" durch die Verzahnung von unterschiedlichen Spielmechaniken den Spielern eine große taktische Tiefe, spannende Entscheidungen und viele Wege zum Sieg ermöglicht. Ein Spiel, bei dem es auch nach mehreren Partien noch viel auszuprobieren gibt. Das Besondere ist zudem sicherlich der Wettlaufcharakter. Anders als im klassischen Strategie- und Aufbau-Spiel, ist die Siegpunktleiste hier mehr als "Wettlaufleiste" zu verstehen, die bereits zu Beginn des Spiels lukrative Anreize schafft. Durch Voranschreiten erhält man zum Beispiel neue Aufträge und Kapitäne, die wiederum die eigene Flotte stärken. Wer zuerst die flexibel auslegbaren Schwellen erreicht, wählt zuerst seinen Vorteil aus.

 

Vielen Dank für das Interview!

 

Vielen Dank für die Gelegenheit und ein großes Lob für die tolle Seite!