21.04.18

5 Fragen zu "Carpe Diem" von Stefan Feld

Guten Tag Herr Feld!

 

Schön, dass Sie Zeit gefunden haben, uns über etwas über das Spiel "Carpe Diem" zu erzählen, das im Laufe dieses Jahres erscheinen soll.

 

1) Die Schachtel des Spiels zeigt einen Marktplatz. Da liegt der Verdacht doch nahe, dass in diesem Spiel viel gehandelt wird, oder?

 

Na ja, gehandelt im eigentlichen Sinne nicht, eher getauscht. Aber es geht um Waren, die man durch geschicktes Aufbauen der eigenen Provinz erhalten kann.

 

2) "Carpe Diem" erscheint bei "ALEA". Kann man deshalb ein Kennerspiel oder gar ein Expertenspiel erwarten?

 

Es ist eindeutig als Kennerspiel angelegt. Spieldauer so um 75min. Die Regeln noch überschaubar, aber durch die Varianz des Systems bietet es viel Spieltiefe.

 

3) Worin bestand Ihre Intention, dieses Spiel zu entwickeln?

 

Ich hatte schon seit längerer Zeit einen „neuen“ Wertungsmechanismus im Kopf, der noch ein Spiel brauchte. Also bin ich von dieser Seite an das Entwickeln herangegangen.

 

4) Wie lange haben Sie an diesem Spiel gearbeitet und gab es Hürden, die es in der Entwicklungsphase zu meistern gab?

 

Beim Aktionsauswahlsmechanismus habe ich Verschiedenes ausprobiert, bis ich dann endlich den passenden gefunden habe.

 

5) Man kann sicherlich davon ausgehen, dass "Carpe Diem" ein typisches "Feld-Spiel" ist. Welche Mechanik haben Sie sich diesmal ausgedacht?

 

Im Prinzip kann man von drei Kernmechanismen sprechen. Der Auswahlmechanismus läuft entlang einer sternförmigen Anordnung, über die man seine Spielfigur bewegt und Bauteile aufsammelt. Diese verbaut man dann in seiner Provinz. Dabei gilt es landwirtschaftliche Flächen zu schließen, die Waren generieren. Diese werden dann in einer Wertungsphase eingetauscht. Hierbei muss man aber immer zwei Wertungen gleichzeitig durchführen, was die Spieler und Spielerinnen vor Herausforderungen stellt.

 

Vielen Dank für das Interview!