Review: "Savanne" von Jan Madejski und Lukasz M. Pogoda

Fakten

Autoren: Jan Madejski, Lukasz M. Pogoda

Spieleranzahl: 2-5

Verlag: Trefl

Spieldauer: 20 Min.

Alter: ab 6 Jahren

Erscheinungsjahr: 2015

Preis: UVP 11, 99 Euro


Spielbeschreibung

 

Welches Tier ist schlauer: Giraffe, Zebra, Elefant, Antilope oder Löwe? Die Tiere wollen es herausfinden und haben einen Wettlauf zum Wasserloch organisiert. Jedes von ihnen besitzt Fähigkeiten, die für das Wettrennen hilfreich sind. Es hängt von Dir ab, welches Tier seine Talente am besten einsetzt! Mach mit beim großen Wettlauf!

Quelle: Schachtel des Spiels


Hintergrundinformationen

 

Sowohl der Autor Jan Madejski als auch Lukasz M. Pogoda sind doch eher unbekannte Namen, wenn man sich die Brettspiellandschaft vergegenwärtigt. Madejski hat es dennoch schon zu zwei Veröffentlichungen (Gamedeck (2013), Vendors (2014)) gebracht, die im deutschsprachigen Raum kaum hohe Wellen geschlagen haben. Umso mehr ist die Neugier darauf, wie sich das vorliegende Familien- bzw. Kinderspiel spielt. Ich bin gespannt...


Spielmaterialien

 

Die Spielmaterialien, die in diesem Kinderspiel doch recht überschaubar sind, sind allesamt von sehr guter Qualität. Es wurden anständige Materialien genutzt und sowohl die Plättchen, die Würfel, als auch das kleine Spielfeld zeugen von Stabilität. Leider befinden sich Aufdrucke der Spielerplättchen nicht im Zentrum der Plättchen, sodass, die es zu Einbußen in der Optik kommt. Auch das Regelwerk scheint nicht alle Fragen zu beantworten, die sich im Laufe des Spiels entwickeln. Hingegen ist positiv zu loben, dass der Aufdruck der Plättchen d. h. die dargestellten Tiere einen leichten 3D- Effekt auslösen, der sich sowohl haptisch als als auch optisch bemerkbar macht. Dies könnte für die jüngere Zielgruppe auch nochmals eine Besonderheit des Materials darstellen.

                                         5 von 6 Spiegeln


Illustrationen

 

Für ein kleines Spiel, das hauptsächlich für Kinder ausgelegt ist, ist die graphische Aufmachung des Spiels wirklich gelungen. Hmm.. an irgendetwas erinnert mich die Aufmachung....Ja, klar an den Film Madagaskar ;). Der Illustrator Tomek Larek hat sich da wohl ein bisschen was abgekupfert :). Ja ok, wie soll man anders illustrieren außer auf diese Weise, wenn es um das Thema der Savanne geht und die Zielgruppe der Kinder angesprochen werden soll. Die Tierplättchen sind kindgerecht und lustig dargestellt worden und auch der Spielplan spielt mit den richtigen Farbtönen und Symbolen. 

Kritisch ist dennoch die Verbindung zu der Aufmachung der Filme "Madagaskar" zu sehen, an die definitiv diese graphische Aufmachung anlehnt. Denn Kinder werden in ganz vielen Fällen lieber Produkte (u. a. Spiele) dieser Filmreihe kaufen statt "Savanne". Dementsprechend wäre es doch eine Aufwertung, wenn es auf irgendeiner Weise zustande gekommen wäre, einen ganz eigenen Stil zu kreieren, der nicht direkt die Assoziation zu den Filmen weckt. Dies ist ein schwieriges Unterfangen, wäre aber vielleicht auch möglich gewesen.

                                           3 von 6 Spiegeln


Spielmechanik

 

"Savanne" ist in drei unterschiedlichen Varianten zu spielen: Basis-Variante, Fortgeschrittenen-Variante und einem Mix aus diesen beiden Varianten. Ziel des Spiels: Jedem Spieler stehen fünf Tiere zur Verfügung. Es gewinnt der Spieler, der als erster zwei seiner Tiere zur Wasserstelle führt. Die Bahnen werden enstsprechend der Spieleranzahl angepasst, das bedeutet Sperrung von Bahnen bei weniger Spielern.

 

Basis-Variante:

Spielverlauf

- der Spieler würfelt mit sechs Würfeln

- er platziert die Würfel auf einer ausgewählten Karte: 

a) auf seiner eigenen Karte = beliebige Anzahl von Würfeln, deren Augenzahl zu einem seiner Tiere passt (dort sind nämlich Zahlen drauf), wird auf das Tier-Plättchen drauf gelegt. Beispiel: Zebra hat die Nummer Vier und Fünf = Spieler legt die Würfel mit den Zahlen Vier, Vier und Fünf auf das Plättchen.

b) auf der Karte des Mitspielers = beliebige Anzahl von Würfeln mit der Augenzahl Sechs wird auf einem Tier eines anderen Spieles platziert.

 

Regeln zur Platzierung: 

- Nach dem Würfeln wählt der Spieler eine beliebige Anzahl von Würfeln (mindestens einen), der zu einer Tier-Karte passt (Eins bis Fünf = eigene Karten, Sechs = Karten der Mitspieler).

- Zu Beginn des Spiels liegen die Karten vor den jeweiligen Mitspielern.

- Die Würfel können auf die Karten gelegt werden, die sich auf dem Spielplan befinden oder noch vor dem Spieler ausliegen. Von der Auslage des Spielers kann eine Bahn ausgesucht werden.

- Die Zahl der auf einer Karte platzierten Würfel bestimmt die Zahl der Felder, um die das Tier sich vorwärts bewegt! (zwei Würfel auf einem Tier = zwei Felder vor. Ein Feld ist dabei von der Auslage des Mitspielers auf das Spielbrett! Wichtig: Würfel mit der Zahl Sechs, die auf ein fremdes Plättchen gelegt wurden, bewegen sich sofort weiter, wohingegen eigene Tier-Plättchen sich erst am Ende des Zuges weiterbewegen.

Wenn ein Spieler einen Würfel auf ein Tier-Plättchen platziert, so darf im Laufe des Zuges kein weiterer Würfel drauf gelegt werden.

 

Zusammengefasst für dich:

 

Du würfelst und legst einmalig beliebige Würfel mit den entsprechenden Würfelaugen auf ein Tier-Plättchen - die Zahlen Eins bis Fünf auf eigene Plättchen, die Zahl Sechs auf ein fremdes Plättchen.

Hast du dies getan, dann entscheide dich:

a) Du bewegst das Tier weiter = drei Würfel = drei Felder und dein Zug ist zu Ende

b) Du würfelst noch einmal mit den verbliebenen Würfeln

 

Entscheidest du dich für b), dann kannst du wieder Würfel auf ein Tier-Plättchen drauf legen, auf denen sich noch keine Würfel befinden. Du kannst beliebig oft würfeln, hauptsache ist, du legst jedes Mal danach mindestens einen Würfel auf ein Tier-Plättchen. Denn wenn du dies nicht schaffst, verfällt dein Spielzug und du darfst am Ende deines Zuges gar keine Tiere weiterbewegen. Nur die Würfel mit der Zahl 6 werden sofort aktiv, wie bereits genannt wurde und du legst diesen Würfel dann direkt zur Seite in diesem Zug.

Kannst du am Ende deines Zuges mehrere Tier-Karten bewegen, kannst du dich entscheiden, in welcher Reihenfolge du dies machen möchtest!

 

Wichtig im Bezug auf das Spielfeld:

- Beim Vorwärtsziehen kann das Tier über Felder gehen, die von anderen Tieren besetzt sind.

- Beendet das Tier seinen Zug auf einem Feld, wo schon ein anderes, einzelnes Tier steht (unabhängig davon, wem es gehört), springt es ihm auf den Rücken und blockiert es somit. Auf das untere (blockierte) Plättchen können jetzt keine Würfel gelegt werden, aber mit der Würfelzahl Sechs kannst du erzwingen, dass sich das fremde, obere Plättchen weiterbewegt und du dann in deinem Zug auf das nun freie untere Plättchen Würfel legen kannst! 

- Es können höchstens zwei Tier-Plättchen übereinander gestapelt werden. Wenn das Feld, auf dem das Tier seinen Zug beenden würde, schon von zwei anderen Tieren besetzt ist, musst du dein Tier auf dem vorherigen freien Feld absetzten!

- Am Ende des Zuges, wenn du deine Tiere in Richtung Ziel bewegst, reichst du die Würfel weiter.

 

Der Sieger ist übrigens derjenige, der als Erster zwei Tiere zum Wasser geführt hat (also von Feld Sieben aus das Spielfeld verlassen haben).

 

Nun die Fortgeschrittene-Variante:

- In dieser Variante bleiben alle Basis-Regeln erhalten. Die einzelnen Plättchen haben jetzt nun eigene Fähigkeiten, die in Kraft treten, wenn der Spieler das eigene Tier bewegt (außer die Fähigkeit des Elefanten wirkt auch, wenn ein fremder Spieler an der Reihe ist)

Diese wären:

Antilope = die Antilope kann besonders gut springen. Endet der Zug der Antilope auf einem Feld mit zwei Tieren, so überspringt sie diese und landet ein Feld weiter, d.h. sie kann auch mehrere Felder überspringen.

Giraffe = hat einen langen Hals und erreicht das Wasserloch früher und verlässt das Spielfeld schon in dem Moment, wo sie Feld Sieben erreicht.

Zebra = ist besonders wendig und kann die Bahn schräg nach vorne wechseln, wenn es zieht.

Elefant = ist besonders groß = kann von keinem anderen Tier verdeckt werden, außer es auch ein Elefant.

Löwe = verscheucht alle Tiere, die sich auf dem Feld befinden, auf dem er seinen Zug beendet. Das verscheuchte Tier flieht auf eins der Nachbarfelder (links oder rechts); ist dies nicht möglich, dann geht es ein Feld zurück. Ist dies auch nicht möglich, dann kehrt das Tier zurück zum Eigentümer.

 

Gemischte Variante (Mischung aus Basis-Variante mit Fortgeschrittenen-Variante)

- Zu Beginn liegen die Seiten mit den Fähigkeiten der Karten nach oben gedreht.

- Antilope, Giraffe, Zebra und Löwe können ihre besondere Fähigkeit jeweils nur einmal pro Spiel einsetzen. Danach wird die Tier- Karte umgedreht (Seite ohne Effekte). Die Fähigkeit des Elefanten bleibt das ganze Spiel erhalten.

 

Die Erklärung hat länger gedauert als gedacht... Ihr fragt euch, wie die Spielmechanik ist?

 

Bei allen drei Varianten funktioniert das Würfelsystem, das einen hohen Glücksfaktor enthält. Bei der Basis-Variante ist keine wirklich tiefsinnige Mechanik zu erkennen. Man würfelt, legt Würfel auf ein Plättchen, Würfelt wieder und bewegt dann seine Tiere um Felder weiter. Ein sehr hoher Glücksanteil ist enthalten, der sich auf zwei Begebenheiten begründet:

1) Wenn man sehr viele Würfelaugen würfelt, die auf ein Tier passen, kann man schnell davon ziehen.

2) Wenn man "Pokert" und erneut die Würfel würfelt kann es passieren, dass man keinen Würfel auf ein freies Tier - Plättchen legen kann und dann ist der komplette Zug hin.

 

In dieser Variante sind wenig Überlegungen anzustellen:

- Blockiere ich fremde Tiere mit meinen Tieren?

- Lege ich die Würfelzahl Sechs auf ein fremdes Tier, damit mein Tier frei wird?

- Soll ich die übrig gebliebenen Würfel erneut würfeln?

 

Nicht viele Gedanken, die man sich macht. Die Basis-Version beinhaltet ganz simple Vorgänge des Würfelns, des Platzierens der Würfel und das Abverlangen von Einschätzungen (erneutes Würfeln = eventuell kein Platz zum legen?; Spieler blockiert mich?). Die "Spielmechanik" (Würfel- Einsetz-Mechanismus) in dieser Version macht nichts falsch und ist auch nicht zu kritisieren, da es vornherein klar ist, dass es sich hierbei um ein Kinderspiel handelt, das auf einem gehörigen Glücksfaktor basiert.

 

Die Variante für Fortgeschrittene bringt dann die Komponente der Fähigkeiten der einzelnen Tiere ins Spiel. Vorweg ist erst einmal die thematische Einbettung dieser Fähigkeiten zu loben, die sich an die einzelnen Tiere anpassen. Dennoch ist es häufig der Fall, dass sich die Fähigkeiten bei zwei Spielern kaum entfalten und erst ab vier Spielern richtig zum Einsatz kommen. Eine klare Schwäche der Mechanik, die in allen Spielerbesetzungen bei dieser Variante den Fokus auf die Fähigkeiten legen sollte. Ab vier Spielern können sich die Tiere in ihren Fähigkeiten dezent entfalten, was aber auch genau dem Grad eines Kinderspiels gerecht wird. Die Spielmechanik basiert auf einem sehr hohen Anteil an Glück, der mit kleineren Überlegungen der Basis-Variante gespickt ist und eine gute Ergänzung durch die Fähigkeiten der Tiere erhält. 

 

Die gemischte Variante ist nichts Halbes und nichts Ganzes. Man baut mittels der Fähigkeiten halbwegs eine Mechanik auf, schränkt sie aber sofort wieder ein, wenn man die Fähigkeiten der Karten einmal genutzt hat und lässt die Spielmechanik kaum "frei atmen". Vielleicht ist diese Variante einmal zum Erlernen des Spiels gedacht, wenn man nicht direkt mit den Fähigkeiten anfangen will...

Bezogen auf die Fortgeschrittene Version, die ansatzweise minimale Mechaniken enthält und zu taktischen Überlegungen der jüngeren Spieler führen können, ist zu resümieren, dass diese in diesem Kontext sehr gut funktionieren. Ein hoher Glücksanteil ist enthalten, was der Zielgruppe entsprechend nicht schlimm ist. Dennoch fordert das Platzieren der Würfel, die Entscheidung für erneute Würfe, die Entscheidung seinen Zug zu beenden, um Tiere gen Ziel zu bewegen, die Einbindung der Fähigkeiten, unterschiedlichste Vorgänge, die effektiv miteinander kombiniert werden können.

Dennoch entfaltet sich das Spiel erst ab vier Spielern, die viele Tiere auf das Spielfeld bringen und Wechselwirkungen der Fähigkeiten auslösen.

                       3 von 6 Spiegeln (2 und 3 Spieler)

                      5 von 6 Spiegeln (4 und 5 Spieler)


Innovationen

 

"Savanne" scheint, auch wenn es ein Kinderspiel/Familienspiel ist, nicht durch etliche innovative Elemente zu überzeugen. Das Thema bzw. die Aufmachung lehnt zu stark an die Filmreihen von "Madagaskar" an, wirkt wie eine Kopie, das Rennen von einem Start zu einem Zielpunkt existiert massig in vielen Kinderspielen und stellt auch kein Alleinstellungsmerkmal dar. Für ein Kinderspiel ist es dennoch außergewöhnlich, dass einzelne Charaktere im Spiel individuelle Fähigkeiten besitzen, was man eigentlich durch Expertenspiele für ältere Personen kennt ("Auf den Spuren von Marco Polo/Terra Mystika etc.). Es ist schon interessant zu sehen, wie dieses Element in ein Kinderspiel intergriert wurde und das auf eine kindgerechte Art und Weise. Untermauert wird dieses Element dadurch, indem die Fähigkeiten sehr stark an die Realität gebunden sind, was nochmals diesen innovativen Kerngedanken stabilisiert und das Gefühl eines Kinderexpertenspiels hervorruft, was es natürlich aufgrund des Würfelglücks nicht ist. Die einzelnen Charaktere mit ihren Fähigkeiten gepaart mit einem Würfel-Einsetz-Mechanismus, lässt dieses Kinderspiel auf eine individuelle Art und Weise doch recht erwachsen erscheinen, was man von Kinderspielen in der Regel nicht gewöhnt ist. Allerdings darf nicht vergessen werden, dass diese "erwachsenen" Elemente lediglich übertragen wurden und nur diese Übertragung als Innovation zu betrachten ist. 

Das Würfeln von Würfeln und das Platzieren auf entsprechende Plättchen oder das erneute Würfeln stellen dementgegen keine einfallsreiche Ideen dar. Aufgrund der Einbindung von Elementen aus Expertenspielen in das vorliegende Kinderspielformat, kommt es zur folgenden Bewertung. Schade, dass die weiteren Elemente wirklich nichts Außergewöhnliches darstellen, was bei den Kindern, die das Spiel mitgetestet haben, einen "Wow- Effekt" hervorgerufen hätte.

                                        2,5 von 6 Spiegeln


Spielspaß


Gefallen hat "Savanne" sowohl den Kindern als auch den Erwachsenen. Alle Personen, die dieses Spiel mehrmals gespielt haben, gaben eindeutig von sich, dass die Basis- und die Gemischte-Spielvariante eher langweilig seien und eindeutig die Fortgeschrittene-Variante mit den Fähigkeiten der Tiere bevorzugen. Sie fanden es spannend, die Würfel zu platzieren, evtl. erneut zu würfeln bzw. ein bestimmtes Risiko einzugehen und auf der Zielgeraden das Kopf-an-Kopf-Rennen zu gewinnen. Die Fähigkeiten der einzelnen Tiere wurden auch sehr gut thematisch eingebunden, was den Spielspaß etwas anhebt.

 

Jedoch wird der Spielspaß durch folgende Faktoren erheblich gedämpft:

- Der Spielspaß hängt stark von der Anzahl der Spieler ab. Empfehlenswert ist das Spiel ab vier Spielern, da erst dann die Fähigkeiten der Tiere gut zum Vorschein kommen; bei zwei und drei Spielern bleibt "Savanne" eher unspektakulär!

- Nach vielen Spielrunden wird der Spielspaß auch enorm gemindert, da das Spiel keine wirklichen Variationen enthält wie z.B. einen variablen Spielplan oder sonstige veränderbare Elemente, man bewegt im Prinzip nur seine Tiere vom Start bis zum Ziel. Gepaart mit den Würfelaktionen war dieser Spielverlauf anfangs noch reizvoll, wirkte nach mehreren Partien jedoch eher mau.

- In manchen Fällen entsteht gar kein richtiges Rennen - wenn ein Spieler etliche passende Würfel genau auf ein Tier platziert und es dann sehr weit voran schreitet, nennt man es dann pures Glück und dies führt leider zu einer Minderung des Spielspaßes, da man in solchen Fällen fast kaum mehr einholbar ist.

 

Gerade in den Anfangspartien macht "Savanne" Spaß und hat sowohl den jüngeren als auch den älteren Spielern in vielen Partien gefallen. Dennoch bleibt der Spielspaß leider nicht konstant nach mehreren Partien bestehen und wird durch die oben aufgeführten Kritikpunkte erheblich gemindert.


* An den vielen Testrunden haben sowohl Kinder als auch Erwachsene teilgenommen (gemischte Runden).

                              2 von 6 Spiegeln (2 und 3 Spieler)

                              3,5 von 6 Spiegeln (ab 4 Spielern)


Preis-Leistungs-Verhältnis

 

"Savanne" ist mit einer UVP von 11,99 Euro versehen worden. Das Spiel bietet qualitative, aber dennoch wenige Materialien und entfaltet sich erst richtig aber einer bestimmten Spieleranzahl (ab vier Spielern). Weiterhin war für die Spielgruppen (Erwachsenene/Kinder) jeweils nur eine Variante (Fortgeschrittene-Variante) interessant, was die zwei übrigen Varianten überflüssig erscheinen lässt. Die Basis-Variante ist allenfalls zum Einüben geeignet. Die Leistung des Spiels ist auf mittelmäßigem Niveau, da der anfängliche Spielspaß aufgrund der geringen Variabilität mit jeder Partie nachlässt und sich nur mit einer entsprechenden Spieleranzahl entfaltet. Ein gutes Spiel hingegen ist in allen angegeben Spielerbesetzungen gleich stark. 

Dennoch ist auch zu beachten, dass der Preis von 11, 99 Euro nicht sehr hoch angesiedelt ist, wenn man beachtet, dass ein Spiel wie Love Letter (bestehend aus wenigen Karten) bereits fast genau so viel kostet. Alles in allem haben wir, einfach ausgedrückt, ein nicht richtig gutes Spiel, was jedoch auch nicht sehr viel kostet. Demnach ergibt sich daraus ein durchschnittliches Ergebnis.

                                       3 von 6 Spiegeln


Gesamtwertung


Kauf dir "Savanne", wenn du...

 

- ein kurzweiliges Spiel haben möchtest, das in einer optimalen Besetzung von vier oder fünf Spielern ein spannendes Rennen in der Tierwelt simuliert.

 

- ein Spiel für Kinder kaufen willst, dass einen doch recht gut zugänglichen Mechanismus enthaltet und schnell zu erlernen ist.

 

- du meinst, dass du mit 11, 99 Euro lieber dieses Brettspiel kaufen willst, anstatt eine DVD von Madagaskar, weil deine Kinder den Film schon  etliche Male geguckt haben.

 


Aber, kauf dir lieber die DVD und nicht das Spiel, wenn du...

 

- ein Spiel suchst, dass du jeden Tag spielen könntest und es nicht an Wiederspielreiz verliert.

 

- ein Spiel spielen möchtest, dass in allen Besetzungen gut spielbar ist, denn das ist "Savanne" leider nicht.

 

- wenn du ein variables Spiel suchst, dass durch seine Vielfältigkeit glänzt.

 

* Danke an die Kinder, die in etlichen Partien ihre Meinung zu diesem Kinderspiel geäußert haben!

* Der Faktor Spielspaß war ausschlaggebend für Abrundungen und Aufrundungen der Gesamtwertungen.