Review: "Elysium" von Matthew Dunstan und Brett J. Gilbert

Fakten

Autoren: Matthew Dunstan, Brett J. Gilbert

Spieleranzahl: 2-4

Verlag: Space Cowboys/Asmodee

Spieldauer: 60 Min.

Alter: ab 14 Jahren

Erscheinungsjahr: 2015

Preis: UVP 42,95 Euro


Spielbeschreibung

 

Du bist ein Halbgott, der seinen Platz im Olymp erobern will. Schare Helden um dich, sammle sagenumwobene Artefakte und stelle dich heroischen Aufgaben. Nur wenn du deinen eigenen Mythos fortschreibst, kannst du deinen Platz in den Reihen der Götter sichern. Doch dazu musst du Opfer bringen und deine mächtigen Recken in das Reich der Toten eingehen lassen. In Elysium erschaffst du in fünf Epochen mächtige Kartenkombinationen und nutzt ihre Fähigkeiten, bis du sie schließlich zerstörst. Denn nur so werden sie zum Mythos und helfen dir auf dem Weg zum Sieg.

Quelle: buch.de


Hintergrundinformationen

 

Neben "Auf den Spuren von Marco Polo" wird das Spiel "Elysium" ebenfalls zur Zeit sehr hoch gehandelt. Das Familienspiel "Splendor", das auf ganzer Linie überzeugt hatte und vom gleichnamigen Verlag "Space Cowboys" veröffentlich wurde, weckte bereits eine gewisse Erwartungshaltung an dieses Spiel. Auch die Werbung zu "Elysium", die mit einer starken Thematik (griechische Mythologie) und einzigartigen Illustrationen warb, machte einen Kauf und eine anschließende Rezension unumgänglich :)


Spielmaterialien

 

Als erstes ist zu erwähnen, dass ich ein so perfektes Inlay für die Spielmaterialien bisher noch nie zu Gesicht bekommen habe. Alle Materialien haben einen festen Platz und sogar Karten, die eingehüllt wurden, passen noch perfekt in die für sie vorgesehenen Plätze. Einfach nur grandios!

Die 168 Karten zeugen von wirklich guter Qualität. Insbesondere haben mich die Plättchen und Spielertableaus überzeugt, die eine perfekte Qualität aufweisen, da das Material bei diesen sehr stabil und damit einhergehend hochwertig ist. Es gibt überhaupt nichts zu meckern, auch wenn man sagt, dass der Deutsche immer was zu  meckern hat ;).

                                     6 von 6 Spiegeln


Illustration

 

In "Elysium" gibt es acht Familien (acht Kartensets) mit jeweils 21 Karten. Das wirklich besondere daran ist, dass jede einzelne Familie von einem jeweils anderen Illustrator illustriert wurde. Dementsprechend hat jedes Kartenset einen eigenen Stil und somit eine eigene Interpretation des Spielthemas. Die Darstellung auf den Karten ist gänzlich so, wie man es im Rahmen dieser thematischen Aufmachung erwartet (mystisch, magisch.. ihr wisst schon, was ich meine...). Also, haben wir im Grunde Illustrationen, die schon in eine gewisse thematische Richtung gehen, dennoch sehr unterschiedlich und wirklich einzigartig aufs Papier gebracht wurden. Bei "Elysium" treffen sich durch die vielen Illustratoren ganz unterschiedliche Stile und Ideen, was die illustrative Vielfalt unterstreicht. 

Auch die Spielertableaus fügen sich nahtlos in das Gesamtbild ein und werden durch die vier unterschiedlichen drauf liegenden Säulen optisch abgerundet. In diesem Spiel bilden die vielen Karten das Herzstück. Dennoch gibt es einige Plättchen, die auf dem Spieltisch ausliegen und die man im Verlauf einer Runde erwirbt. Diese ausgelegten Plättchen (Aufgabenkarten) ergeben in Verbindung mit der Rundenleiste optisch einen Tempel und dies zeigt doch deutlich, dass man sich sehr viele Gedanken gemacht hat, um nicht nur einzigartige Illustrationen auf den Karten zu erzeugen, sondern auch an Stellen eine thematische Atmosphäre schaffen, die bei anderen Spielen lediglich ein "Ausliegen von Plättchen" wäre. In diesem Spiel ergeben sogar ausgelegte Plättchen ein Bild, dass an das Thema angelehnt ist. 

                                        5,5 von 6 Spiegeln


Spielmechanik


Wie funktioniert "Elysium"?

 

Beim Aufbau des Spiels nimmt man fünf der acht Kartensets nach Wunsch und mischt diese durch. Eine Partie "Elysium" besteht aus vier Runden und in jeder Runde musst du genau eine Aufgabe und drei Karten nehmen, die in der Spielfeldmitte (Agora) ausliegen. Jedem Spieler stehen vier farbige Säulen zur Verfügung. Aufgaben sind Plättchen, die ausliegen und die man erwerben kann bzw. muss, damit man am Ende jeder Runde Boni erhält. Jede Karte kostet natürlich auch was, wie in jedem "Ich-sammel-Karten-und-freu-mich-dann-Spiel" :). Dennoch ist das besondere Element in diesem Spiel, dass die Kosten einer Karte z.B. (grünes Symbol) anzeigen, dass du noch eine grüne Säule in deinem Besitz haben musst (nur haben nicht abgeben!). Hast du nun eine grüne Säule auf deinem Spielertableau stehen, dann darfst du dir die Karte nehmen und gibst eine beliebige Säule hab.

Schaffst du es nicht in der laufenden Runde drei Karten zu nehmen, weil du keine passenden Säulen mehr zur Verfügung hast, nimmst du dir eine umgedrehte Joker Karte (Bürger) vom Ablagestapel und fügst diese deiner Sphäre (oberhalb deines Spielertabelaus zu). Schaffst du es nicht aus den gleichen Gründen eine Aufgabenkarte zu nehmen, dann nimmst du dir zum Ende der Runde die Rückseite einer ausliegenden Aufgabe (auf der Rückseite gibt es weniger Boni). Wie bereits erwähnt, musst du eine Aufgabenkarte und drei Karten der Agora pro Runde nehmen.

In der nächsten Spielphase werden die genommenen Aufgabenkarten jedes Spielers betrachtet und die entsprechenden Boni und Plättchen der Zugreihenfolge verteilt.

Nun beginnt man beim neuen Startspieler, der Karten in seiner Sphäre (oberhalb des Spielertableaus) ins Elysium (unterhalb des Spielertabelaus) übergehen lassen darf. Der Kniff hierbei ist, dass sehr viele Karteneffekte nur dann aktiviert werden können, wenn sie in deiner Sphäre ausliegen. Jedoch brauchst du gegen Ende des Spiels bestimmte Kartenkombinationen in deinem Elysium um, Siegpunkte zu generieren. Mit Karten im Elysium kannst du jedoch keine Effekte mehr ausführen. Dir stehen gemäß deiner gewählten Aufgabenkarte eine begrenzte Anzahl von Übergängen zu, deren Anzahl du mit ganz bestimmten Karten erweitern kannst. 

 

Vielleicht sollte ich grob einmal auf die einzelnen Kartenarten eingehen:

Effekte in der Phase Zwei (wenn du die Karten und Aufgaben kaufst)

 

Blitzsymbol: du führst den Effekt genau in dem Moment aus, in welchem du die Karte aus der Auslage (Agora) nimmst (einmalig).

 

Pfeilsymbol: Du kannst den Effekt einmal pro Runde aktivieren und drehst die Karte um 90 Grad.

 

Eleusissymbol (Schlangensymbol). Diesen Karteneffekt kannst du nur aktivieren, wenn eine weitere dieser Karten in deiner Sphäre vorhanden ist. Du behandelst diese Karten wie die Karten mit dem Pfeilsymbol.

 

Mythossymbol (Harfe): Werden nur in der Übergangsphase aktiv. Also wenn du deine Karten von deiner Sphäre ins Elysium übergehen lässt.

 

Unendlichzeichen: Mit diesen Karten kannst du dauerhaft Effekte ausführen. Entweder in Phase Zwei, in welcher du Karten kaufst oder in Phase Drei, in der du Übergange der Karten veranlasst.

 

Sanduhrsymbol: Karten, deren Effekte in der Endwertung ausgelöst werden, wenn diese sich im Elysium befinden.

 

Noch explizit zu den Übergangen und zum Spielende:

Du solltest es schaffen, in deinem Elysium Kartenkombinationen zu erreichen.

 

- Wenn du einen Übergang einer Karte veranlasst, musst du Geld entsprechend ihres Ranges bezahlen.

 

- Du darfst gelegte Karten im Elysium nicht einfach umlegen, auch wenn man dies gerne gegen Ende des Spiels machen würde :).

 

- Du kannst einen Familienmythos bilden: Karten derselben Familie mit unterschiedlichem Rang (1,2,3). Hast du als erster solch einen Mythos erreicht, darfst du ein Bonusplättchen dieser Familienart nehmen (erster Spieler fünf Siegpunkte/zweiter Spieler zwei Siegpunkte).

 

- Oder du kannst einen Rangmythos aufbauen: gleichrangige Karten aus ausschließlich unterschiedlichen Familien (Fünf Familien = z.B. 2,2,2,2,2). Es gibt übrigens drei Ränge: 1, 2 und 3!

Bist du der erste Spieler, der einen Rangmythos, bestehend aus zwei Karten, aufgebaut hat z.B. 3,3, so kannst du dir ein Bonusplättchen des dreier Ranges nehmen. Es gibt drei Bonusplättchen für Rangmythen: 1er Ränge: drei Siegpunkte, 2er Ränge: 6 Siegpunkte, 3er Ränge: neun Siegpunkte. Das besondere bei diesen Bonusplättchen ist, dass diese abgegeben werden müssen, sobald man von einem anderen Spieler eingeholt wird, der den gleichen Mythos (gleicher Rang) mit mehr Karten gebildet hat. Demzufolge behält der Spieler, der als erster fünf unterschiedliche Karten eines Ranges gesammelt hat, das entsprechende Bonusplättchen, da dieser nicht mehr eingeholt werden kann.

 

- Du kannst mehrere Mythen parallel bilden.

 

 - In beliebiger Reihenfolge: Mit Rang Zwei beginnen und dann Rang Eins und Rang Drei hinzufügen.

 

 

Endwertung: alle Karten, die alleine stehen, werden erst einmal aus dem Elysium entfernt!

 

Siegpunkte erhältst du während des Spiels durch Karten und Bonusplättchen. Auch in der Endwertung gibt’s Siegpunkte für:

 

- Siegendekarten in einem Mythos bzw. im Elysium (Symbol Sanduhr)

 

- Famlienmythos (Rang Eins, Zwei und Drei einer Familie): zwei Karten= drei SP, drei Karten= sechs SP

 

- Rangmythos (1,1,1,1,1): zwei Karten=  zwei SP, drei Karten= vier SP, vier Karten= acht SP, fünf Karten= zwölf SP

 

- Ehrenpunkte: aber nur wenn das rote Familienset im Spiel dabei ist!

 

- Bürger: Ein Bürger (Rückseite einer Karte) ist eine Jokerkarte, die beliebig in einen Mythos, bestehend aus zwei Karten, integriert werden kann. Dabei bezahlt man für den Bürger entsprechend seines eigenommenen Ranges Geld, wenn dieser ins Elysium übergeht. Leider muss man bei Spielende für jeden Bürger im Elysium zwei Punkte abgegeben. Sonst wäre es ja auch zu schön, um wahr zu sein :)

 

Lange Rede kurzer Sinn: Wie ist denn nun die Spielmechanik?

Die Spielmechanik von "Elysium" funktioniert einwandfrei! Die einzelnen Mechanismen fügen sich problemlos ineinander und Defizite sind nicht erkennbar. Was erstmal wir ein normales Karten-Sammel-Spiel anfängt, entpuppt sich als viel tiefgründiger, als gedacht. Durch den ausgeklügelten Mechanismus, in welchem man seine Säulen mit sehr viel bedacht weglegen sollte, damit man nicht mit unvollendeten Aufgaben oder Bürgerkarten bestraft wird, gewinnt dieses potentielle Kennerspiel an ungeahnte Spieltiefe. Dabei kreisen sich die Gedanken nicht nur lediglich um den Kauf der Karten. Auch plant man in groben Zügen seine Mythen im Elysium voraus, damit man gegen Spielende viele Kartenkombinationen aufgebaut hat. Des Weiteren wird man noch mit der entscheidenden Frage konfrontiert, wann man eine Karte überhaupt ins Elysium übergehen lässt, da diese dadurch ihren Effekt verliert, jedoch im gleichen Zug eine Bereicherung einer Kartenkombination darstellt. Der Spieler sollte auch den Erwerb von Bonusplättchen bedenken, die auch spielentscheidend sein können. Hierbei befindet man sich oft in einem kleinen Wettrennen mit seinen Mitspielern. Zu guter Letzt, ist es auch selsbtverständlich notwendig, dass man den Kartenffekten höchste Priorität verleiht, da diese auch miteinander kombiniert werden können und strategische Optionen bieten. Ihr merkt schon, dass die Spielmechanik von "Elysium" vielschichtiger als ein "normales" Spiel, in welchem nur Karten gekauft und Kombinationen erstellt werden, ist.

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich im Rahmen dieser Mechanik überhaupt nichts zu beanstanden habe und keine Defizite erkennen konnte. Die einzelnen Elemente sind sehr stark miteinander verwoben und die einzelnen Karten sind auch gut ausbalanciert. Wirklich klasse!

Einzig und allein ist für die Strategen unter euch ist eventuell kritisch anzumerken, dass einem auch die Karten weggeschnappt werden können und man von den ausliegenden Karten abhängig ist. Dadurch tritt der Fall ein, dass eine Umstrukturierung der eigenen Strategie vonnöten ist, wodurch "Elysium" eine klare taktische Eigenschaft zugesprochen bekommt. Ob dieser Umstand wirklich ein Kritikpunkt ist, ist nicht eindeutig zu sagen, zumal man mit der Eindbindung des grünen Decks bereits einige Karten aufdeckt, die in der nächsten Runde definitiv in die Auslage kommen. Auch hier wurde demnach mitgededacht und die strategische Komponente erhöht. 

                                         6 von 6 Spiegeln


Innovation

 

"Elysium" ist in vielen Bereichen ein innovatives Spiel!

 

Das Inlay ist das beste Inlay, was ich bisher gesehen habe. Hier können sich die meisten Verlage eine Scheibe von abschneiden. Fast alle Spielmaterialien haben einen festen Platz im Karton und sogar eingehüllte Karten können noch in die für sie vorgesehenen Plätze getan werden. Demnach ist schon bereits die Schachtelgestaltung innovativ :).

Jedes Kartenset wurde von einem anderen Illustrator gezeichnet. Diese Idee ist sowas von neuartig bzw. überraschend und verleiht jedem einzelnen Kartenset eine Individualität, die bei jedem Spieler gut angekommen ist. Perfekt!

Das Spielgeschehen an sich weist nur wenig innovative Elemente auf, die jedoch sehr stark ins Gewicht fallen, da sie die grundlegende Spielmechanik betreffen. Dass man in einem Spiel Karten aus einer Auslage kauft und versucht damit Sets zu basteln, ist nicht wirklich neuartig. Die Innovation bei "Elysium" betrifft die grundlegende Spielmechanik mit den Säulen, die simpel, aber dennoch einzigartig und genial ist. Ich bezahle demnach nicht die Kosten (Säulen), die auf einer Karte abgebildet sind, sondern muss diese entsprechend noch in meinem Repertoire haben und dann eine beliebige Säule abgeben, wenn ich diese Karte in meine Sphäre aufnehme. Dieser Prozess verlangt eine noch nie dagewesene Spielweise, die an Einzigartigkeit kaum zu überbieten ist. Es werden somit Überlegungen angestellt, die noch nie in einer solchen Form in einem Spiel getätigt wurden. Normalerweise stehen auf einer Karte Kosten, die man exakt bezahlt z.B. Geld, um die Karte zu erhalten. "Elysium" gestaltet den Kauf von Karten anders und sehr individuell.

Auch die Übergangsphase, in welcher ich entscheiden muss, entweder Karten in meiner Sphäre zu behalten, um gegebenfalls Effekte weiter zu nutzen oder ins Elysium übergehen zu lassen, damit ich eine starke Endwertung hinlege, verlangt immer wieder gnadenlose Entscheidungen, die vom Spielgefühl auch einzigartig erscheinen. Denn zum einen ist man doch deprimiert darüber, eventuell Effekte nicht mehr nutzen zu können und zum anderen jedoch froh, sein Elysium auszubauen und vielleicht sogar Bonusplättchen zu erhalten. Diese Entscheidungen fordern den Spieler zu extremen Abwägungen, wobei jede Entscheidung auch eine negative Kehrseite mit sich bringt.

Dennoch darf man nicht vergessen, dass es auch um das Kaufen von Karten und das Bilden von Kartenkombinationen geht, was im Endeffekt die Bewertung etwas schmälert, da es Unmengen solcher Spiele auf dem Markt gibt

                                       4 von 6 Spiegeln


Spielspaß

 

"Elysium" macht sehr viel Spaß und ist sowohl für Gelegenheitsspieler als auch Vielspieler interessant. Der Einstig ist gar nicht mal so schwer und die Spieldauer ist auch recht kurz (2 Spieler = ca. 1 Stunde). Dennoch entwickelt sich während der Partie eine gewisse Spieltiefe, was im Umkehrschluss bedeutet, dass es doch nicht so einfach ist, wie es auf den ersten Blick erscheint. Durch die unterschiedlichen Kartensets entstehen viele Variationen und es macht wirklich Spaß, die Familien (immer fünf von acht) in verschiedenen Kombinationen in das Spiel zu integrieren. Demnach ist der Reiz zum Wiederspielen sehr hoch.

"Elysium" weckt Gefühle und lässt einen nicht kalt, was für eine lebendige Spielatmosphäre spricht. Man freut sich, wenn man Kartensets im Elysium aufgebaut hat, ist jedoch sauer, wenn einem eine Karte weggeschnappt wird. Emotionen beim Spielen zeugen ja bekanntlich nicht für ein langweiliges Spiel :). Und da man sich meist mit seinen Mitspielern in einem kleinen Wettrennen um einen bestimmten Mythos befindet, handelt es auch noch dazu um ein spannendes Spiel.

Dennoch bleibt "Elysium" unter der thematischen Erwartung, die ich im Vorfeld gehegt habe. Zwar erschaffen die gelungenen Illustrationen einen Ansatz einer Atmosphäre der griechischen Mythologie. Dennoch bleibt die Thematik im Hintergrund und der Fokus liegt eindeutig auf der Spielmechanik. Wie soll auch wirklich eine thematische Atmosphäre entstehen, wenn man sich Karten aus einer Auslage nimmt? Elysium bleibt also dann doch auf einer eher abstrakten Ebene, wobei das Thema beliebig scheint. Aber mindert das den Spielspaß? Nein. Könnte der Spielspaß bei einer noch thematischeren Umsetzung gesteigert werden. Ja!


Dennoch macht das Spiel wirklich viel Spaß und ist eindeutig in allen Besetzungen zu empfehlen!

                                         5 von 6 Spiegeln


Preis-Leistungs-Verhältnis

 

Das Spiel ist zur Zeit für ca. 40 Euro im Umlauf, was doch schon recht teuer ist. Dennoch bietet "Elysium" qualitativ wirklich hochwertige Spielmaterialien und innovative Elemente. Führt man sich jedoch vor Augen, dass das Herzstück des Spiels aus Karten besteht und man zu dem Schluss kommt, dass es eigentlich ein Kartenspiel ist, ist der Preis doch schon happig.

"Elysium" macht Spaß, bietet qualitative Materialien, sieht gut aus und ist innovativ. Dennoch ist der Preis mit 40 Euro leider zu hoch angesetzt, da die Menge der Materialien schon begrenzt ist und man für diesen Kaufpreis mehr Spielmaterialien erwartet.

                                      3,5 von 6 Spiegeln


Gesamtwertung


Kauf dir das Spiel, wenn du...

 

- z.B. Spiele wie "Deus" und "7 Wonders" magst. Denn dieses Spiel geht auch etwas in diese Richtung.


- ein ausbalanciertes Spiel mit einer hervorragenden Spielmechanik suchst.


- auf der Suche nach einem Spiel mit einer geringen Einstiegshürde, aber einer gewissen Spieltiefe bist.


- frische, unverbrauchte Spielmechanismen suchst.

 



Lass die Finger von dem Spiel, wenn du...

 

- glaubst, dass Elysium eine unfassbare thematische Atmosphäre der griechischen Mythologie erzeugt.


- aufgrund des Rettungsschirms alles, was mit Griechenland zu tun hat, meidest. Denn so thematisch ist das Spiel dann wiederum doch und hat mit (antikem) Griechenland zu tun :)


- keine Lust auf ein "Ich-sammel-Karten-Spiel" hast, da es davon schon zu genüge gibt.


- gerade nicht 40 Euro parat hast und du notgedrungen illegale Geschäfte machen müsstest, um das Spiel zu bekommen.


- Griechisch sprichst, denn dann klingt der Name so "X(nicht existierendes L)PS(nicht existierendes S)FUM"