27.03.17

Review: A fake artist goes to New York von Jun Sasaki

Fakten

Autor: Jun Sasaki

Spieleranzahl: 5-10

Verlag: Oink Games

Spieldauer: 20 Minuten

Alter: ab 8 Jahren

Erscheinungsjahr: 2012

Preis: UVP 21,99 Euro


Spielbeschreibung

 

Alle malen zusammen ein einziges Bild...und einer weiß dabei nicht, was eigentlich gemalt wird. Ein falscher Künstler versteckt sich zwischen den echten Künstlern - könnt ihr herausfinden wer es ist? Der Betrüger muss vorsichtig sein nicht entdeckt zu werden und die Künstler müssen darauf achten, es dem Schwindler nicht zu leicht zu machen.

(Quelle: Oink Games)


Hintergrundinformationen

 

Der japanische Verlag "Oink Games" hat vor nicht allzu langer Zeit in Deutschland ein Standbein aufgebaut. Laura Grundmann ist die Geschäftsführerin von "Oink Games Deutschland", wobei mit ihr bereits ein spannendes Interview zu Ihren Anfängen in der Brettspielbranche geführt wurde (klicke hier). Das erste Spiel, das wir von dem Verlag getestet haben, war "Tiefseeabenteuer". Es hatte  uns komplett "umgehauen" und begeistert (Rezension klicke hier). Mal schauen, wie "A fake artist goes to New York" im Test abschneiden wird.


Spielmaterialien

 

Das Spiel beinhaltet Filzstifte, Plättchen, einen Papierblock, Boardplättchen, einen Boardmarker sowie einen Schwamm, um das geschriebene auf den Plättchen wieder wegzuwischen. Nach einer Vielzahl an Partien ist zu resümieren, dass die Stifte einen guten Dienst erwiesen und immer noch ohne Probleme auf dem mitgelieferten Zeichenblock zu malen ist. Auch die Boardplättchen, auf denen man bei Spielbeginn schreibt, lassen sich mit dem kleinen Schwamm ohne große Mühe wieder frei wischen. Es bleiben keine Rückstände auf den Plättchen, sodass man sich diesbezüglich keine Sorgen machen muss. Der Block enthält hinzu ausreichend Papier, um sehr viele Partien zu absolvieren.

Alles in allem konnten uns die Materialien überzeugen, obwohl man bei Malaktivitäten (Stiften, Boards) erst einmal kritisch und negativ voreingenommen ist. Dennoch hat sich in diesem Fall diese Grundeinstellung nicht bewahrheitet.

 

                                                      6 von 6 Spiegeln


Illustrationen

 

Grundsätzlich lassen sich die Illustrationen in diesem Spiel kaum bewerten, da die Spieler die Zeichnungen/Illustrationen eigenhändig auf´s Papier bringen. Nichtsdestotrotz möchte ich auf das unverkennbare Design von "Oink Games" eingehen. Die optische Präsentation des Verlages zeichnet sich durch einen minimalistisches Design aus, das mit leuchtenden Farben kombiniert wird. Die Produkte genießen aus diesem Grund einen extrem hohen Wiedererkennungswert und mir ist kein anderer Verlag geläufig, der die Verlagsphilosophie in das Spieldesign implementiert. Denn die Spiele selbst zeichnen sich ebenfalls durch minimalistische Ausstattungen und ein Minimum an Regelwerk aus. Folglich ergeben das Spieldesign und das Spiel an sich ein gelungenes Gesamtbild.

Auch in diesem Spiel konnte das Design in Einklang mit den Spielbegebenheiten gebracht werden und die Aufmachung passt sehr gut zur Verlagsphiliosophie bzw. zu dem, was das Spiel darstellt. Super!

                                                       5 von 6 Spiegeln


Spielmechanik

 

Der Verlag erklärt das Spiel wie folgt:

 

Zeichnen und Kombinieren

"A Fake Artist Goes To New York" ist ein Spiel für 5 bis 10 Spieler. Man muss zeichnen und herausfinden, wer der falsche Künstler sein könnte. Dies herauszufinden während man zeichnen muss ist nicht so einfach, wie man denkt...!

Grob erklärt geht das Spiel so:

1

Alle versuchen das vom Spielleiter ausgewählte Thema aufs Papier zu bringen und dürfen jeweils nur einen Strich machen (Wenn das Thema z.B. "Katze" ist, dann könnte man ein Öhrchen oder den Schnurbart malen, damit die anderen wissen, dass man das Thema kennt).

  

2

Unter den Künstlern versteckt sich ein Betrüger, der nicht weiß, was gemalt werden soll, und deswegen irgendeinen Strich malt.

 

  

3

Alle Spieler dürfen insgesamt zwei Striche malen und müssen danach entscheiden, wer der falsche Künstler ist.

  

4

Wenn der "Fake Artist" die meisten Stimmen bekommt, verliert er.

 

5

Wenn er nicht die meisten Stimmen bekommt, gewinnen er und der Spielleiter das Spiel.

 

Vielleicht denkst du jetzt, es ist total leicht den falschen Künstler auszumachen, aber es gibt noch eine weitere Regel.

  

Selbst wenn der falsche Künstler die meisten Stimmen bekommt, kann er noch gewinnen, wenn er errät, was das gemalte Bild darstellen soll.

 

Diese Regel macht den wahren Künstlern das Leben schwer. Auf der einen Seite müssen sie darauf achten, dass die anderen Künstler merken, dass sie das Thema kennen; auf der anderen Seite dürfen sie auch nicht zu auffällige Striche malen, weil sonst der Betrüger ein leichtes Spiel hätte.

 

...und so wird das Bild ein einziges Chaos!

 

 

Wie ist die Spielmechanik?

 

Das Spielkonzept ist denkbar einfach und lässt sich auf einer Seite zusammenfassen. Dementsprechend ist auch der Ablauf dieses "Partyspiels" sehr simpel und es lässt sich in einer recht kurzen Dauer durchspielen ca. 10 Minuten. "A fake artist goes to New York" ist nicht komplex, ergibt Sinn und ist logisch nachvollziehbar.

Das Spielkonzept besticht durch einfache Regeln und verläuft flüssig. An dem Konzept ist definitiv nichts auszusetzen, da das vorliegende Spiel außerordentlich gut funktioniert!

                                                       6 von 6 Spiegeln


Innovationen

 

Das Spiel basiert auf einem genialen Konzept! Dieses ist derart innovativ und neu, dass im Rahmen dieser Kategorie definitiv die Höchstnote zu vergeben ist. Es ist nicht leicht, Partyspiele zu finden, die komplett neue und zugleich erfrischende Spielabläufe zu bieten haben. "A fake artist goes to New York" schafft einen innovativen Meilenstein und könnte in den nächsten Jahren aufgrund des einfallsreichen Spielkonzeptes zu einem Klassiker werden. Mal schauen ;)!

                                                      6 von 6 Spiegeln


Spielspaß

 

"A fake artist goes to New York hat in den Testrunden unfassbar viel Spaß gemacht! Gerade die Tatsache, dass der falsche Künstler den Begriff nicht kennt, aber nicht auffallen darf und (in den meisten Fällen) beliebige Striche zieht, um das Bild zu vervollständigen, ist eine sehr amüsante Angelegenheit. Selbst, wenn der falsche Künstler erkannt wird, hat dieser am Schluss noch die Möglichkeit, den Begriff zu erraten und somit noch zu gewinnen. Die richtigen Künstler hätten im Prinzip auch die Option, den falschen Künstler auf eine falsche Fährte zu schicken. Hierbei muss man jedoch vorsichtig sein, dass man nicht selbst beschuldigt wird, der falsche Künstler zu sein. 

Das vorliegende Spiel ist ein wirklich tolles Produkt, das Emotionen weckt. Es hat einen enorm hohen Wiederspielreiz und ist hinsichtlich des Spielspaßes uneingeschränkt zu empfehlen. Wir haben uns "totgelacht" und das in jeder Partie :)!

                                                      6 von 6 Spiegeln


Preis-Leistungs-Verhältnis

 

Die UVP von "A fake artist goes to New York" liegt bei 21,99 Euro. Die Materialien sind von sehr guter Qualität und auch die Abläufe funktionieren hervorragend. Das Spiel wird definitiv in größeren Partygruppen auf den Tisch kommen, da es großen Spaß bringt. Dennoch ist festzustellen, dass es hinsichtlich der gebotenen Materialien extrem teuer und der Preis einfach zu hoch ist. In diesem Fall müsste man seitens des Verlages evtl. die UVP überdenken. Die Spielidee ist aber so genial und das Spiel macht so viel Spaß, dass man noch ein Auge zudrücken kann und hinsichtlich dieser Kategorie eine durchschnittliche Bewertung zu vergeben ist.

 

                                                          3 von 6 Spiegeln


Gesamtwertung

 

Kaufe dir das Spiel, wenn du...

 

- eine sehr innovative Grundidee suchst

- ein Partyspiel haben willst, das viele Spieler zum lachen bringen wird

 

 

Lasse die Finger von dem Spiel, wenn du...

 

- mit dem Malen überhaupt nichts zu tun hast und allein schon der Gedanke, einen Buntstift in die Hand zu nehmen, dich in panische Zustände versetzen lässt

 

* Danke an alle Testspieler!

* Die Gesamtwertung wurde aufgrund der Kategorie Spielspaß aufgerundet!